Sportpolitik DOSB-Vorstandschef warnt vor leichtfertiger Olympia-Debatte

Die neuerlichen Rufe nach einer weiteren deutschen Olympia-Bewerbung hält Spitzenfunktionär Torsten Burmester für übereilt. "Was wir nicht brauchen, sind leichtfertig vom Zaun gebrochene Debatten", sagte der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Olympischen Sportbundes dem "Hamburger Abendblatt" (Samstag). Der 59-Jährige mahnte, den kühlen Kopf in dieser Frage trotz der Euphorie um die European Championships in München nicht zu verlieren.

"Die neu entstandene Begeisterung freut mich, sie ist greifbar. Aber sie sollte keine Auswirkungen auf unseren Fahrplan zu einer möglichen neuen Olympia-Bewerbung haben", sagte Burmester. Die möglichen Bemühungen um Olympische Spiele in Deutschland gehe der DOSB "systematisch und langfristig an".

Die Multi-EM in neun Sportarten in München sei "eine großartige Sportveranstaltung", sagte Burmester. "Deutschland - und in erster Linie natürlich München - zeigen auf, was für ein tolles, faires und begeisterungsfähiges Sportpublikum es in unserem Land gibt", lobte er.

Nun sei zu analysieren, was die Begeisterung für das Mini-Olympia in München ausgelöst habe und was der DOSB daraus lernen könne. "Wir haben schon mehrfach betont, dass vor einer erneuten deutschen Bewerbung ein langer Prozess steht, in dem es uns gelingen muss, die Mehrheit der Bevölkerung von der Sinnhaftigkeit eines solchen Großevents zu überzeugen", bekräftigte Burmester.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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