Sport Poolbillard: Alina Brummer ist mehrfache bayerische Meisterin

Wo soll’s hingehen? Alina kurz vor dem Anstoß einer Partie Poolbillard. Foto: Florian Wende

Freistunde hat mit der mehrfachen bayerischen Meisterin Alina Brummer über Poolbillard gesprochen. Die 16-Jährige aus Straubing hat Tipps, wie du dich beim Billardspielen verbessern kannst.

Den Billard-Tisch kennt Alina so gut wie manche Jungs in ihrem Alter den Fußballplatz. Ihr Vater spielt seit vielen Jahren Poolbillard. Das Spiel, das sich um den Spielstock, genannt Queue, und die farbigen Kugeln dreht. Von klein auf war sie dabei und hat das Spiel kennengelernt.

Heute, mit 16 Jahren, ist Alina eine echte Expertin – und sehr erfolgreich. Sie ist mehrfache bayerische Meisterin. Im vergangenen Jahr erreichte sie in den vier Liga-Disziplinen des Poolbillards (siehe Kasten unten) bayernweit den ersten Platz. Bei der deutschen Meisterschaft wurde sie Zweite.

„Das Gewinnen treibt an“

Für alle, die Poolbillard nicht kennen, erklärt Alina die Regeln ganz kurz: „Mit dem Stock versucht der Spieler, die weiße Kugel so anzustoßen, dass diese eine oder mehrere andere Kugeln berührt, und diese in die Löcher rollen.“ Was begeistert Alina am Billardspielen? „Das Gewinnen“, antwortet sie sofort. „Das treibt einen an. Man will immer weiter kommen, immer besser werden.“ Die 16-Jährige spielt beim PBC Alibi Straubing und beim BSV Dachau. Bei letzterem trainiert sie mit dem Landeskader. Ansonsten spielt sie in der Bezirksliga.

Wie im Fußball und anderen Sportarten trifft sie dort alle paar Wochen auf gegnerische Teams. „In einer Disziplin treffen wir dann auf unsere Gegner“, schildert Alina.

Worauf kommt es beim Poolbillard an? „Es ist oft Kopfsache“, gibt die Straubingerin einen Einblick. „Ganz wichtig ist die Konzentration und der Fokus aufs Spiel.“ Wenn das stimmt, kann man sich der Technik widmen.

Da ist zuallererst wichtig, einen geraden Stoß mit der weißen Kugel hinzubekommen. Entscheidend dafür: was die weiße Kugel macht. Denn läuft sie nach dem Berühren einer anderen Kugel in eine der Taschen, ist das ein Foul. Um zu steuern, wo die weiße Kugel nach einem Stoß hinrollt, ist es wichtig, wo sie angestoßen wurde.

Lauf-, Stopp- und Zugball

„Trifft man die weiße Kugel eher oben, ist das ein Laufball“, erklärt Alina. Das heißt: Nachdem die Kugel andere Kugeln getroffen hat, rollt sie weiter in diese Richtung. „Stößt man die weiße Kugel in der Mitte an, ist das ein Stoppball.“ Die weiße Kugel bleibt nach der Berührung liegen. Einen Zugball erreicht man, wenn man die weiße Kugel unten anstößt. Dann rollt diese in die Richtung zurück, aus der sie gekommen ist. Soweit die Grundlagen und Tipps für Einsteiger.

Höhepunkt für Alina war ihre Teilnahme an der Europameisterschaft im vergangenen Jahr, dort wurde sie Neunte. Ihre Ziele für dieses Jahr: „Ich möchte mich bei der deutschen Meisterschaft wieder für die EM qualifizieren und auch dort möglichst gut abschneiden.“

Außerdem sucht Alina einen Sponsor. Denn große Turniere sind selten in der Nähe und die Reisen dorthin kosten. „Daher wäre ein Sponsor, der mich dabei unterstützt, sehr hilfreich.“

 
 

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