Sport in der Region Feilen an den Grundlagen im Kindesalter

Bei den Trainingsstunden der fünf bis neun Jahre alten Kinder in Geiselhöring wird Beweglichkeit, Ausdauer, Koordination und Schnelligkeit geschult. „Was man bis ungefähr 14 nicht an Grundlagen gelernt hat, ist sehr schwierig aufzuholen“, sagt Bründl. Nicht nur für die weitere Leichtathletik-Laufbahn, auch für mögliche andere Sportarten und das Leben ist dies wichtig. Zum einen wird die Motorik geschult, auf der anderen Seite müssen die Kinder viele Aufgaben alleine bewältigen, was ihnen Willensstärke und Durchsetzungsfähigkeit gibt.

Hand in Hand rennen die Kinder jeweils in Zweier-Gruppen durch die etwas düstere und kleine Geiselhöringer Halle hinter der Schule. Die Eltern sind inzwischen auch schon gekommen und schauen ihren Kleinen gespannt zu, während sie immer erhitzter und röter im Gesicht werden. Beim Laufen sollen sich die Nachwuchs-Athleten von ihrem Tag in der Schule oder im Kindergarten erzählen. „Wir versuchen dabei, die koordinativen Fähigkeiten zu schulen“, erklärt die Trainerin.

Abwechslungsreiches Training

Beim TVG gibt es Lauf-, Wurf- oder auch Sprungtraining. Generell unterscheidet sich auch das Wintertraining in der Halle von dem im Sommer draußen auf der Tartanbahn. „Im Winter versuchen wir, die Grundlagen beizubehalten und auszubauen, im Sommer ist das Training meist spezifischer“, erklärt Bründl.

Weil das Interesse an der Leichtathletik so schnell wuchs, wurden die Kinder in altersgemäße Leistungsgruppen aufgeteilt. Kirchinger übernahm die zehn bis 15-Jährigen und die Leichtathleten ab 16 Jahren, Bründl die fünf bis neun-Jährigen. Freiwillig ist, ob die Sportler an Wettkämpfen teilnehmen wollen. „Manche gehen super gern ins Training, wollen aber nicht bei einem Wettkampf mitmachen“, sagt Bründl. „Das ist jedem selbst überlassen“.

Spielerisch die Sportart näherbringen

An Wettkämpfe denken die Jungen und Mädchen ihrer Gruppe zuerst noch nicht. Gerade klettern sie die Sprossenwand hoch, denn beim Spiel „Feuer, Wasser, Erde, Luft“ hat Bründl gerade das Wasser angesagt. Die Kinder sind durchgehend am Grinsen, man merkt aber auch, wie das Gehirn rattert. Sie wollen auf keinen Fall die letzten sein und so das Spiel verlieren.

Durch die Abwechslung verlieren die Kinder selten den Spaß an der Sportart, denn bei jedem Training ist etwas anderes geboten und es wird nie eintönig. Zwar spezialisieren sich die Übungsstunden im Laufe der Zeit, eintönig wird es aber nie. „Am Ende muss jeder seine eigenen Lieblingsdisziplin finden, in der man am besten ist und die einem am meisten Spaß macht“, so Bründl. Außerdem gebe es noch den Mehrkampf, der aktuell aber in Geiselhöring von keinem Sportler praktiziert wird.

Kurz vor dem Ende des Trainings versammeln sich die Kinder wieder um Bründl herum. Eigentlich wollten sie nach der „Chinesischen Mauer“ noch ein weiteres Spiel spielen, aber die Eltern warten schon und die Zeit ist um. „Ooooh, schade“, jammern die Kinder. „Wir spielen es einfach beim nächsten Mal“, verspricht Bründl. Mit roten Backen und verschwitzten Haaren fallen die erschöpften Jungs und Mädels ihren Eltern in die Arme. Eins ist sicher: Einschlafen werden sie daheim auf der Stelle.

 
 
 

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