"Spaziergänge" in ganz Niederbayern Polizei meldet Versammlungen in vielen Städten

Am Montagabend haben sich in ganz Niederbayern wieder hunderte Menschen zu "Spaziergängen" im Protest gegen die Corona-Maßnahmen versammelt – wie etwa hier am Straubinger Stadtplatz. Foto: Christoph Urban

Am Montagabend ist es in ganz Niederbayern zu einer Vielzahl an Protestaktionen gegen die derzeit geltenden Corona-Maßnahmen gekommen. Die die niederbayerische Polizei war mit Unterstützungskräften im Einsatz und begleitete die meist unangemeldeten, aber friedlichen Proteste –  musste allerdings auch einschreiten.

In Landshut versammelten sich am Montagabend gegen 18 Uhr zum wiederholten Mal rund 1.000 Menschen vor dem Ländtor und gingen durch die Altstadt bis zum Rathaus – eine Anmeldung gab es nicht. Die Polizei wies die Teilnehmer durch Lautsprecherdurchsagen auf die geltenden Maßnahmen hin und begleitete den "Spaziergang". Gegen eine zweistellige Zahl von Personen wurden Verfahren wegen Verstößen gegen das Bayerische Versammlungsgesetz und wegen fehlender Mindestabstände nach der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung eingeleitet. Kurz nach 19 Uhr löste sich die Versammlung wieder auf, es kam zu keinen größeren Zwischenfällen.

In Straubing fand zwischen 18 und 19 Uhr eine angemeldete Versammlung mit dem Titel „Spaziergang für Selbstbestimmung, Souveränität und Frieden“ statt. Der Zug mit rund 600 Teilnehmern startete am Theresienplatz und ging über Kinseherberg, Unterm Rain via Herzogschloss und Stadtgraben zurück zum Theresienplatz, wobei am Ende bis zu 750 Personen mitliefen. Der "Spaziergang" verlief weitgehend störungsfrei, am Rande bekamen sich aber mehrere Personen in die Haare, wobei eine Person leicht verletzt wurde. Die Ermittlungen der Polizeiinspektion Straubing hierzu laufen.

Die Polizei in Passau stellte am Montagabend gegen 18.30 Uhr nur circa 20 Personen im Klostergarten fest. Das Treffen löste sich nach etwa 40 Minuten wieder von selbst auf. Es kam zu keinen Störungen oder Verkehrsbeeinträchtigungen.

In der Deggendorfer Innenstadt sollte ebenfalls erneut ein nicht angezeigter "Spaziergang" stattfinden, für den sich gegen 18 Uhr bis zu 300 Personen am Oberen Stadtplatz eingefunden hatten. Als sich Einzelne zu einem Zug formieren und loslaufen wollten, unterbanden die Einsatzkräfte dies konsequent, weil in Deggendorf gegenwärtig nur stationäre Versammlungen erlaubt sind. In der Folge kam es zu keinen weiteren Störungen.

Circa 400 Teilnehmer fanden sich am Montagabend gegen 18 Uhr in Regen am Stadtplatz zu einer nicht angemeldeten Versammlung ein und gingen im Anschluss unter anderem über die Ludwigsbrücke und die Bahnhofstraße zurück zum Stadtplatz. Die Teilnehmer hatten Kerzenlichter dabei, Schilder oder Transparente waren nicht erkennbar. 250 Teilnehmer beendeten gegen 19 Uhr selbstständig die störungsfrei verlaufene Versammlung.

Ebenfalls egen 18 Uhr trafen sich in Vilshofen an der Donau rund 390 Personen am Stadtplatz zu einem "Spaziergang", der allerdings angemeldet war. Der Versammlungsleiter erläuterte den Teilnehmern die Auflagen, wofür die Polizei ihm einen Lautsprecher zur Verfügung stellte. Der Aufzug ging vom Stadtplatz über die Vilsvorstadt, wo vor der Gierster-Kreuzung gewendet und über die Untere Donaulände und Donaugasse via Donaupromenade wieder zurück zur Stadtpfarrkirche gelaufen wurde. Von dort aus ging es über die Jahnallee und die Kapuzinerstraße zum Stadtturm. Es kam zu kurzzeitigen Verkehrsstörungen. Die Versammlungsleitung erklärte gegen 19 Uhr die Versammlung am Stadtplatz für beendet. Die Teilnehmer führten bei der störungsfrei verlaufenen Versammlung keine Transparente oder ähnliches mit.

Die Polizei Viechtach stellte gegen 17.45 Uhr einen Zustrom von Menschen am Stadtplatz fest. Es versammelten sich insgesamt rund 300 Teilnehmer, die gegen 18 Uhr einen Zug durch das Stadtgebiet starteten und dabei die vorhandenen Gehwege benutzten, so dass es zu keinen Verkehrsbeeinträchtigungen kam. Einzelne Teilnehmer trugen Grablichter, Transparente gab es auch hier keine. Auch Sprechchöre oder sonstige Störungen meldet die Polizei nicht. Der "Spaziergang" führte unter anderem am Rathaus in der Mönchshofstraße vorbei, wo die Teilnehmer mehrere Grablichter abstellten. Kurz nach 19 Uhr endete die störungsfreie Veranstaltung und ein Großteil der Teilnehmer ging nach Hause.

In Dingolfing trafen sich gegen 18 Uhr etwa 250 Personen zu einer nicht angemeldeten Versammlung im Pappelweg und zogen anschließend durch den Stadtbereich und wieder zurück auf einen Parkplatz im Pappelweg. Die Versammlung verlief störungsfrei.

In Eggenfelden waren anfänglich circa 100 Teilnehmer eines nicht angezeigten "Spaziergangs" am Stadtplatz präsent, wobei ihre Zahl im Verlauf des Abends auf rund 250 anwuchs. Auch hier hatten die Versammlungsteilnehmer vereinzelt Grablichter und Lichterketten dabei und gingen zuerst in Richtung des Schellenbruckplatzes. Danach ging es wieder zurück zum Stadtplatz. Es kam zu keinen Verkehrsbeeinträchtigungen oder Störungen, die Versammlung löste sich gegen 19 Uhr selbstständig auf.

Rund 230 Teilnehmer stellte die Polizei in Waldkirchen bei einer unangemeldeten Versammlung am Montagabend fest. Gegen 18 Uhr trafen sich die Menschen auf dem Marktplatz, wo die Polizei sie auf die geltenden infektionsschutzrechtlichen Bestimmungen hinwies. Die Gruppe ging gegen 18.10 Uhr in Richtung Rathaus, wobei es an einem Fußgängerüberweg zu kurzzeitigen Verkehrsbeeinträchtigungen kam. Im weiteren Verlauf zogen die Teilnehmer durch Waldkirchen und zurück zum Rathaus, wo sie Grab- und Teelichter abstellten. Die störungsfreie Versammlung wurde gegen 19.45 Uhr auf dem Marktplatz beendet.

Circa 150 Teilnehmer registrierte die Polizei in Vilsbiburg gegen 19 Uhr im Bereich des Stadtplatzes. Auch diese Versammlung war nicht angemeldet. Die Teilnehmer liefen durch den Innenstadtbereich, gegen 19.55 Uhr löste sich die Versammlung ohne Komplikationen auf.

Eine nicht angemeldete Versammlung stellte die Vilsbiburger Polizei zudem gegen 19.30 Uhr in Velden fest. Hier trafen sich etwa 120 Personen an der Brauerstraße und gingen in Richtung des Marktplatzes. Die Versammlung, für die kein Leiter bekannt war, löste sich gegen 20.20 Uhr von selbst auf. Es kam zu keinen Störungen.

Gegen 19.15 Uhr trafen sich circa 110 Personen am Rathaus in Neustadt an der Donau und gingen zweimal um das Gebäude. Das Treffen löste sich gegen 20 Uhr selbstständig und ohne Störungen auf.

Gegen 19.10 Uhr fanden sich circa 80 Menschen in Mainburg zu einem nicht angemeldeten Treffen an der der Abensberger Straße ein und gingen in Richtung des Rathauses. Die Polizeiinspektion Mainburg begleitete die Gruppe, es kam zu keinen Störungen.

In Bad Füssing stellte die Polizeiinspektion Bad Griesbach gegen 19 Uhr eine nicht angemeldete Versammlung mit circa 40 Teilnehmern im Ortsteil Egglfing fest. Nachdem die "Spaziergänger" von der Polizei auf die geltenden Bestimmungen hingewiesen worden waren, gingen sie von der Oberen Inntalstraße über die Falkenstraße und den Asperweg wieder zurück zum Treidlerweg. Die Versammlung verlief ohne besondere Vorkommnisse.

Gegen 18.30 Uhr trafen sich in Neufahrn circa 40 Personen in der Hauptstraße zu einer störungsfrei verlaufenden Versammlung. Sie wurde gegen 19.45 Uhr von den Teilnehmern beendet.

Etwa 20 Personen erschienen am Montag gegen 18 Uhr vor dem Rathaus in Riedenburg. Nachdem sie Kerzen abgestellt hatte, löste sich die Gruppe von selbst auf. Es wurden keine Störungen festgestellt.

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