Eine gute Autostunde nördlich von Barcelona ist die sicher eindrucksvollste Fronleichnamsfeier Europas zuhause. La Patum heißt das mehrtägige Fest, das inzwischen zum immateriellen Kulturerbe der Welt gehört: ein ursprünglich rein religiöses Spiel, das heute viele Tausend Einheimische und Touristen jährlich in Bergas Altstadt vereint.

Oben in den Bergen, im Marienkloster Queralt, träumt die Mutter Gottes, eine Marienfigur aus dem 14. Jahrhundert. Unten in Berga toben derweil die Teufel, eine Hundertschaft Feuer speiender Höllengeister. Pausenlos platzen Knallkörper. Magisch rot glänzt der Petersplatz im Herzen der Stadt, überlagert vom Qualm bengalischer Lichter. Für die Menschen in Berga ist es eine Art Fegefeuer, an dessen Ende sie geläutert und um ein Jahr älter sind. "In Berga lebt man von Patum zu Patum", erzählt Roger, einer, der dem Fest Leben einhaucht. Er ist Träger einer der bis zu 110 Kilo schweren Riesenfiguren, die La Patum ein Gesicht geben.

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