Soziale Netzwerke Mehrheit der idowa-Leser ist für Klarnamenpflicht

Eine Mehrheit unserer Leser findet die Klarnamenpflicht auf sozialen Netzwerken wie Facebook gut. (Symbolbild) Foto: Richard Drew/AP/dpa/dpa

"Was halten Sie von der Klarnamenpflicht auf sozialen Netzwerken wie Facebook?": Das wollten wir in der vergangenen Woche von unseren Lesern wissen. Das Ergebnis ist ziemlich eindeutig. 

1.457 Leser haben sich an unserer Abstimmung beteiligt. 915 (etwa 63 Prozent) unterstützen die Klarnamenpflicht. Wer auf sozialen Netzwerken posten möchte, sollte ihrer Meinung nach auch mit seinem Namen dazu stehen. 287 (rund 20 Prozent) sind dagegen und finden, dass Pseudonyme erlaubt sein sollten. Und 255 Leser (etwa 17 Prozent) nutzen keine sozialen Netzwerke und interessieren sich deswegen nicht für das Thema Klarnamenpflicht. 

Auf Facebook selbst überwiegt in den Kommentaren unter unserem Beitrag die Zustimmung. Viele Leser sind der Meinung, dass so ein angenehmeres Diskussionsklima geschaffen wird. "Wenn man mit seinem Namen posten müsste, würde so mancher unverschämte oder beleidigende Kommentar wegfallen", argumentiert eine Userin. "Ich bin absolut dafür. Jeder sollte dazu stehen, was er postet, und sich nicht hinter Pseudonymen verstecken können", schreibt eine andere. Eine dritte Leserin spricht von einem "guten und notwendigen Schritt, um den abartigen Hatespeech in Grenzen zu halten." Einige Leser sehen allerdings mögliche Probleme bei der Kontrolle der Namen.

Hintergrund unserer Umfrage war eine Verhandlung vor dem Bundesgerichtshof. Zwei Facebook-Nutzer, die ihre echten Namen nicht angeben wollten, wurden von dem sozialen Netzwerk gesperrt und zogen dagegen vor Gericht. Die Vorinstanzen hatten Facebook den Rücken gestärkt, der BGH hatte zuletzt jedoch erkennen lassen, den Passus zur Klarnamenpflicht in den beiden konkreten Fällen für unwirksam zu halten. Das Urteil soll am 27. Januar 2022 verkündet werden. 

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