Sorgen bei den Betreibern Fluglizenz für Drohnen ab zwei Kilo Pflicht

Die Fluglizenz ist in Deutschland sowieso für alle Drohnen ab zwei Kilo Pflicht. Das sieht nämlich die sogenannte "Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten" vor, die das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im April eingeführt hat. Demnach kann jeder ab 16 Jahren eine Drohnen-Prüfung absolvieren und damit eine Pilotenlizenz bekommen. In der Verordnung steht auch, dass keine Drohnen über Menschenansammlungen oder Naturschutzgebiete fliegen dürfen.

Viele Hobbyfilmer haben davon aber noch nie etwas gehört. Die Betreiber der Arber-Bergbahn haben deshalb die wichtigsten Regeln auf Facebook nochmal zusammengefasst. "Wir haben sechs Gebote aufgestellt", erklärt Pressesprecher Andreas Stadler. "Erstes Gebot: Du musst die Auflagen des Bundesministeriums einhalten." Ein anderes Gebot legt einen Sicherheitsabstand von mindestens 20 Metern zu anderen Skifahrern fest. Oder dass Filmaufnahmen erst von der Bergbahn freigegeben werden müssen.

Außerdem steht Stadler gerade mit den Betreibern von "map2fly" in Kontakt. Auf der Homepage können Drohnenpiloten auf einer Landkarte nachschauen, in welchen Gebieten sie starten dürfen oder eben nicht. "Uns fehlt nur noch eine Karte mit den genauen Grenzen des Skigebiets", sagt der Sprecher. In ein paar Wochen soll auf der Homepage dann auch die Arber-Bergbahn zu finden sein.

Eigene Drohnen-Zonen, wie sie in anderen Ländern teilweise schon ausprobiert werden, sind auf den bayerischen Pisten momentan noch kein Thema. Die Gefahr sei einfach zu groß, sagt Andreas Brandtner von der Steinplatte und erinnert an den Unfall beim Weltcup in Italien im Dezember 2015. Damals wäre Skirennläufer Marcel Hirscher beinahe von einer abstürzenden Drohne getroffen worden.

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