Sophias MUT Slampoetin Rita Apel über Mikroplastik

Rita Apel bei Ihrem Auftritt zum Thema Mikroplastik. Foto: YouTube/engagementglobal

Mikroplastik ist ein großes Problem – in Gewässern und anderswo. Eine engagierte Slampoetin erklärt das Dilemma.

Erst kurz bevor sie zu sprechen beginnt, verebbt der Eingangsapplaus. Als es wieder ruhig wird, beginnt Rita Apel: „Du weißt vielleicht nicht so genau, was Mikroplastik ist. Ganz kurz gefasst, kann ich nur sagen, es ist großer Mist!“ Rita Apel trägt eine dunkle Bluse, eine weiße Hose, kurze graue Haare, die Brille auf der Nase. Ihre Augen sind nicht mehr so gut. Rita Apel ist eine Poetry-Slammerin und deutlich älter als die sonst meist sehr junge Slammer-Gemeinschaft. Sie mag nicht so recht in das typische Klischee passen, aber hat vielleicht auch gerade deswegen eine so wichtige Botschaft an ihr Publikum in Berlin: Das Plastik muss weg!

Während ihres gesamten Vortrags gestikuliert sie mit ihren Händen und nutzt ihre Mimik und ihre angenehme Stimme, um die Aussage ihres Textes zu unterstreichen. Das scheint ihr zu gelingen. Aus dem Publikum kommt kein Laut. Fast wissenschaftlich erklärt sie, wie das Mikroplastik Menschen, Tiere, Meere und unseren Planeten schädigt. In ihrem fünfminütigen Text schafft sie es, Vermeidungsmöglichkeiten aufzuzeigen, die man selbst nicht immer vor Augen hat, und dazu zu motivieren, es besser zu machen.

Trotz der ernsten Botschaft baut Rita Apel Reime, Alliterationen und andere Stilmittel ein, die den Zuhörer schmunzeln lassen. Ein Beispiel: „Vielleicht frisst eine Flunder den Plunder (...) und der Butt geht kaputt. (...) Dem Hecht geht es schlecht, Makrelen fehlen und der Aal hat auch keine Wahl.“

Und wenn du noch nicht weißt, was Mikroplastik mit an der Oberfläche schwimmenden Algen und dadurch verhungernden Tiefseefischen zu tun hat – Rita Apel erklärt es. Der Poetry Slam wurde 2018 im Rahmen der Reihe „#17 Ziele Poetry Slam – wettstreiten und weltretten“ von „Engagement Global“ und den „Kiezpoeten“ in fünf Städten veranstaltet. Die Vorgabe: In den Texten musste es um soziale oder ökologische Nachhaltigkeit gehen – ohne Zeigefinger oder Pessimismus. Informiere dich selbst online unter www.17ziele.de und entdecke, wie du selbst aktiv werden kannst.

Und hier geht's zum Video: http://www.youtube.com/watch?v=VFu0nQbgtpc&t=2s

 
 
 

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