Sonderhilfe Christkindlmärkte Schausteller sollen insgesamt 30 Millionen Euro erhalten

Für viele Schausteller ist es bereits das zweite Jahr in Folge, dass ihnen die Einnahmen auf den Christkindlmärkten wie in Straubing wegbrechen. (Archivbild) Foto: Christoph Urban

Coronabedingt mussten Weihnachts- und Christkindlmärkte in ganz Bayern abgesagt werden – jetzt will der Freistaat den betroffenen Schaustellern und Marktleuten mit der sogenannten Sonderhilfe Weihnachtsmärkte unter die Arme greifen.

Insgesamt 30 Millionen Euro sollen bereitgestellt werden, um der teils stark betroffenen Branche finanziell zur Seite zu stehen. Das teilte am Montag Landtagsabgeordneter Josef Zellmeier mit. Für die meisten Marktleute ist es bereits das zweite Jahr in Folge, in dem neben den Volksfesten eine weitere wichtige Einnahmequelle komplett wegbrecht, sagt Zellmeier.

Vorangegangen war ein Gespräch der Verantwortlichen der Branche, an dem aus Straubing auch Andreas Pfeffer, Bezirksstellenleiter und Vizepräsident des Bundesverbandes Deutscher Schausteller und Marktkaufleute, sowie Stephan Haimerl vom Schaustellerverband Ostbayern teilgenommen haben. Die Betroffenen hätten Zellmeier zufolge häufig nur geringe Fixkosten, so dass die umfangreiche Fixkostenerstattung im Rahmen der Überbrückungshilfe des Bundes nur bedingt greifen würde – was die Bayerische Sonderhilfe Weihnachtsmärkte unabdingbar mache.

Vor diesem Hintergrund hat der Ministerrat bereits Anfang Dezember der betroffenen Branche zugesagt, sie zusätzlich zu den Hilfen des Bunds mit einem mit einem monatlichen Unternehmerlohn in Höhe von bis zu 1.500 Euro für den Zeitraum 1. November 2021 bis 31. März 2022 zu unterstützen. Die Bayerische Sonderhilfe Weihnachtsmärkte wird dabei als Programmteil der Corona-Härtefallhilfe konzipiert, eine Antragsstellung soll zeitnah ermöglicht werden. 

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