"Heute haben wir Seegang", sagt Anette Lafaire vom Ufer aus, das kurze Haar vom Wind zerzaust. Der peitscht den Kleinen Arbersee auf. Mini-Wellen rollen auf den Ablauf zu, wo der See in den Seebach plätschert, der ab dem Wanderparkplatz Reißbrücke Weißer Regen heißt.

Lafaire hält sich viel hier auf. Seit zehn Jahren kümmert sie sich als Gebietsbetreuerin um das See-Areal und das Auerhahnschutzgebiet. In dem Jahrzehnt hat sich einiges verändert: Die letzte der drei schwimmenden Inseln hat sich mit ihren Wurzeln festgehakt; außerdem haben der Biber, eine exotische, fleischfressende Pflanze und nach langer Pause auch wieder Fische Einzug gehalten.

Benedikt Schneck aus Lohberg, Lafaires Schülerpraktikant der Kötztinger M-Zug-Klasse, hat den ersten schon gesichtet: einen Saibling.

Die Chamer Zeitung möchte Sie einladen, in Geschichten an und im Fluss durch den Landkreis Cham zu touren. Wir folgen in einer losen Reihe dem Fluss, der einmal quer die Region streift: der Regen.