Der Zeitpunkt ist perfekt für den Zweck. Wer sich anschauen will, wo die Holzbauern früher ihre Stämme und das Scheitholz vom Wald bis in die Stadt transportieren, sollte einen Regentag wählen.

Oder noch besser, einen Morgen, der noch zerzaust ist vom Gewitter in der Nacht zuvor. Gemeindemitarbeiter blockieren in orangen Anzügen die Zufahrt zum Wanderparkplatz, um umgewurzelte Bäume zu zersägen, die quer über die Straße hängen.

Der Schutt liegt in zentimeterdicken Moränen quer über die Straße. Steine und Kies poltern gegen den Unterboden und der Seebach kommt als Springflut daher. Wanderführer Wolfgang Seidl muss fast schreien, um das Gurgeln und Rauschen des Wassers zu übertönen.

"Das muss früher ausgesehen haben wie ein Tsunami, wenn sie das Wasser abgelassen haben", mutmaßt er.