Die Hoffnung war da, dass Lockerungen anstehen, dass es nach einer Ruhepause im Frühjahr im Juni wieder losgehen kann. Nun haben die Veranstalter, die frühzeitig Feste absagten, den richtigen Riecher gehabt. Bis zum 31. August sollen Großveranstaltungen in Deutschland verboten sein. Darauf einigten sich am Mittwoch Bund und Länder.

Konkrete Regelungen sollen von den Ländern getroffen werden. Diese Einschränkung trage effektiv zur Eindämmung des Coronavirus bei und sorge zugleich für dringend notwendige Klarheit für Veranstalter, darunter viele Vereine, hieß es.

Bereits vor Mittwoch waren zahlreiche Frühlings- und Bierfeste beispielsweise in Deggendorf, Cham und in der Hallertau abgesagt. Eigentlich hätte die Landshuter Dult am 24. April die Volksfestsaison eröffnet. Doch sie entfällt, ebenso wie die Regensburger und Passauer Maidult. Bislang durften Feierfreudige auf die Herbstdulten in den drei Städten hoffen. Doch mit dem neuen Verbot von Großveranstaltungen bis zum 31. August werden sie wohl nun auch ausfallen.

Die Veranstalter der Sommer- und Herbstvolksfeste wollten bislang noch nicht absagen - die Entscheidung hat am Mittwoch der Staat getroffen. Demnach wird es keine Donauwiesn Kelheim (Mitte August), kein Karpfhamer Fest und Rottalschau (Ende August), keinen Barthelmarkt in Oberstimm (Ende August, Kreis Pfaffenhofen an der Ilm) geben. Und kein Gäubodenvolksfest in Straubing.

Schon seit Wochen tauchen im Internet Falschmeldungen auf, dass das Volksfest in Straubing abgesagt wurde. Bislang gab Oberbürgermeister Markus Pannermayr (CSU) Entwarnung, doch nun scheint es ausgeschlossen, dass das "Trumm vom Paradies" im August stattfindet. Schließlich kommen jährlich fast 1,5 Millionen Besucher. Allerletzte Hoffnung für die ostbayerischen Feste: Der Gillamoos-Jahrmarkt in Abensberg (Kreis Kelheim) startet erst am 3. September und damit nach den neuen Beschränkungen. Ob die Veranstalter den Jahrmarkt dennoch absagen, stand am Mittwoch noch nicht fest.

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