So kocht die Region Knusprige Martinsgans

Im heutigen Rezept unserer Reihe "So kocht die Region" zeigen wir, wie die perfekte Martinsgans gelingt. Foto: Matthias Würfl

Am 11. November ist wieder St. Martin. Was bietet sich zu diesem Anlass besser an, als eine leckere Martinsgans. Ihr Rezept für diesen Festschmaus präsentiert uns Anja Auer aus Moosburg in unserer wöchentlichen Serie "So kocht die Region".

Tipps vorab:

1. Die Daumenregel beim Garprozess lautet: Eine Stunde pro Kilogramm. Und das bei 160 Grad. Bitte nicht denken, dass man die Garzeit auf 45 Minuten pro Kilogramm verkürzen könnte, wenn man die Temperatur auf 200 Grad hochfährt, denn dann kann es durchaus geschehen, dass die Gans zwar durchgegart ist, aber die Haut sehr dunkel und die äußere Fleischschicht überaus trocken wird.

2. Eine leckere Soße lebt natürlich von dem, was man ihr beigibt. So empfiehlt es sich, unter die Gans (auf einem Rost liegend) einen Auffangbehälter in Form eines Bräters zu platzieren. Und dorthinein: Wasser, damit der aus der Gans austretende Fleischsaft nicht anbrennt, sondern sich mit dem Wasser zur Basis einer tollen Soße vermengt. Aber auch Suppengrün. Und jetzt kommt es: Die Flügel einer Gans enthalten meist wenig Fleisch. Darum können diese abgetrennt und auch in den Bräter gelegt werden. Diese Knochen und auch das wenige Fleisch daran geben der Soße den Extra-Geschmack.

3. Wer die 160-Grad-Regel befolgt, bekommt auch eine knusprige Haut. Dafür die Gans mit Salz einreiben. Aber keinen Pfeffer: Dieser könnte nämlich verbrennen. Und somit auch Teile der Haut.

Allgemeine Informationen:

Portionen: 6

Vorbereitungszeit: 30 Minuten

Zubereitungszeit: 4 Stunden

Zutaten:

  • 1 Gans (circa 4 Kilogramm)
  • 2 EL getrockneten Beifuß
  • 2 Äpfel
  • 20 Walnüsse
  • 2 Zwiebeln
  • 2 EL Salz
  • 1 EL Pfeffer
  • 1 Packung Suppengrün
  • 2 Liter Wasser

Zubereitung:

1. Die Gans waschen und trocken tupfen. Wer sich dazu entschließt die Flügel (weil sie eher weniger Fleisch enthalten für die Soße zu verwenden, muss diese nun mit einer Geflügelschere entfernen).

2. Das Suppengrün, die Äpfel und Zwiebeln klein schneiden.

3. Die Gans im Inneren mit einer Mischung aus einem Esslöffel Salz und einem Esslöffel Pfeffer einreiben, anschließend die Füllung, bestehend aus Äpfeln, Walnüssen, Zwiebeln und Beifuß in der Gans platzieren und die Öffnung der Gans mit Zahnstochern verschließen (alternativ mit Küchengarn).

4. Die Gans nun außen mit einem Esslöffel Salz einreiben.

5. In den Bräter Wasser, sowie das Suppengrün geben (wer die Flügel entfernt hat legt auch diese nun in den Bräter). Darüber einen Rost platzieren und hierauf die Gans.

6. Bei 160 Grad garen (pro Kilo rechnet man mit einer Stunde Garzeit).

7. Die Gans tranchieren und die Stücke warmhalten. Die Füllung ebenso in einer Schüssel warmhalten.

8. Währenddessen die Flüssigkeit aus dem Bräter in einen Topf geben. Fünf Minuten warten, bis das Fett oben aufschwimmt. Den Großteil des Fetts mit einer Schöpfkelle entnehmen. Übrig bleibt: die Soße.

9. Mit Kartoffelknödel und Blaukraut servieren.

Die Zubereitung im Video:

Info: Anja Auer betreibt mit „Die Frau am Grill“ den größten YouTube-Kanal zum Thema „Grillen“, der im deutschsprachigen Raum von einer Frau produziert wird. Die meisten ihrer Rezepte gelingen aber nicht nur auf dem Grill, sondern auch auf dem Herd und im Ofen. Weitere Rezepte finden Sie auf Anja Auers Blog www.die-frau-am-grill.de und ihrem YouTube-Kanal www.youtube.com/diefrauamgrill

 
 

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