So kocht die Region Gnocchi: Die fluffigen Teiglinge zum Selbermachen

Gnocchi sind gewissermaßen der größte Küchen-Konkurrent von Spaghetti und Co. Die fluffigen Teiglinge können auch ganz einfach selbst hergestellt werden. Foto: Matthias Würfl

Wenn’s beim Kochen und Essen um das Thema Italien geht, denken die meisten zuerst an Pizza. Gefolgt von Spaghetti. Und dann kommt auch schon die Lasagne. Abgesehen davon, dass die italienische Küche auch in Sachen Fleischzubereitungen, Eintöpfen und Süßspeisen sehr kreativ ist: Eine Sache wird oftmals bei der eingangs erwähnten Aufzählung vergessen. Gnocchi! Anja Auer zeigt uns heute, wie die kleinen Teiglinge, die so wunderbar weich und fluffig schmecken, ganz leicht selbst hergestellt werden können. 

Kaufen oder selber machen? Naja, wenn es nun um gekaufte Gnocchi gehen würde, dann wäre dieser Rezept-Beitrag herzlich überflüssig. Was dennoch gesagt sei: Es gibt sicherlich sehr feine Gnocchi zu kaufen. Aber dennoch schmeckt man den Unterschied von selber gemachten Gnocchi und gekauften. Und das Schöne beim Selbermachen: Die Zutaten für den Teig hat man oftmals immer zuhause.

Der Gnocchi Teig ist wirklich in Windeseile hergestellt, zumindest, wenn man die Kartoffeln gekocht hat. Aber da muss man beim Kochen ja auch nicht danebenstehen. Für den Teig werden lediglich mehlig kochende Kartoffeln gekocht, gepresst und mit vier Zutaten vermengt. Das Formen ist auch ein Kinderspiel: Den Teig zu Rollen formen, mit dem Messer stückeln und sodann mit einem Gabelrück drüber streichen, damit sich Rillen in der Oberfläche bilden. Das hat den Hintergrund, dass Saucen besser an den Gnocchi haften bleiben.

Danach wandern die Gnocchi in siedendes Wasser, fallen auf den Grund vom Kochtopf und sobald sie an der Oberfläche auftauchen können sie entnommen werden. Welche Saucen bieten sich für Gnocchi an? Eigentlich alle, die man auch für Spaghetti verwendet - vielleicht abgesehen von Carbonara. Aber über die übliche Bolognese Sauce hinaus schmecken Gnocchi auch wahnsinnig lecker zu Hirschgulasch oder Geschnetzeltem.

Allgemeine Informationen:

Portionen: 3

Vorbereitungszeit: 60 Minuten

Zubereitungszeit: 2 Minuten

Wartezeit: 20 Minuten

Zutaten:

500 g mehlig kochende Kartoffeln

1 Ei

1 EL Speisestärke

100 g Mehl

1 Prise Muskatnuss

1 TL Meersalz

Zubereitung:

1. Zuerst die Kartoffeln kochen und diese anschließend 20 Minuten ein wenig abkühlen lassen. Nun schälen und noch im warmen Zustand durch eine Kartoffelpresse drücken.

2. Die Speisestärke, das Mehl, das Ei, und etwas Abrieb einer Muskatnuss sowie das Meersalz zu den gepressten Kartoffeln geben.

3. Mit den Händen alle Zutaten zügig zu einem Teig verkneten.

4. Der Teig wird nun geteilt und zu eineinhalb Zentimeter dicken Rollen ausgeformt. Dies geschieht auf einer mit Mehlen bestäubten Arbeitsfläche.

5. Von den Rollen etwa 2 Zentimeter dicke Scheiben abschneiden. Diese zu länglichen Kugeln formen und mit ein bisschen Mehl bestäuben.

6. Nun eine Gabel mit dem Gabelrücken mit leichtem Druck über die Kugeln ziehen und die Gnocchi formen.

7. Das Wasser in einem Topf mit etwas Salz aufkochen. Darin die Gnocchi sieden lassen. So lange, bis diese an die Oberfläche steigen.

8. Dann die Gnocchi sofort mit einer Schaumkelle heraus heben.

Die Zubereitung im Video:

Hinweis: Anja Auer ist Chefredakteurin des BBQ & Food-Magazins „Die Frau am Grill“. Nebenbei betreibt sie den größten YouTube-Kanal zum Thema „Grillen“ der im deutschsprachigen Raum von einer Frau produziert wird. Die meisten der Rezepte gelingen aber nicht nur auf dem Grill sondern auch auf dem Herd und im Ofen. Weitere Rezepte finden Sie auf www.die-frau-am-grill.de und dem YouTube-Kanal www.youtube.com/diefrauamgrill

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