So kocht die Region Bayerischer Obazda – den Klassiker selber machen

So lecker sieht der Brotaufstrich Obazda aus. Im Kühlschrank lässt er sich drei bis fünf Tage aufbewahren. Foto: cooknsoul.de

Der pikante Käseaufstrich Obazda ist aus der bayerischen Küche nicht wegzudenken. Übrig gebliebene Käsereste, die nicht weggeworfen werden wollen, werden mit Sahne, Butter, Paprikapulver und Kümmel zu einer leckeren Käsecreme vermischt. Der Aufstrich lässt sich perfekt zu einer Brotzeit servieren. Unsere Foodblogger von Cook'n'Soul zeigen, wie sich Obazda ganz einfach selber machen lässt.

Obazda heißt so viel wie angebatzt, was die Zubereitungsart ganz gut beschreibt. Meisten wird Camembert im Verhältnis 1:1:1 mit Brie oder Romadour vermischt, wobei das Mischungsverhältnis nicht ganz so genau genommen werden muss. Der Romadur ist ein weicher Kuhmilchkäse, der von einer rötlich orange braunen und leicht schmierigen Rinde umgeben ist. Er hat einen pikant würzigen Geschmack.

Redaktionstipp: Servieren Sie den selbst gemachten Obazda mit frischen Brezen, Laugenstangen oder Brötchen. Für ein bayerisches Vorspeisen-Menü empfehlen wir Ihnen einen Kartoffelsalat, Griebenschmalz oder einen Wurstsalat zu servieren. Liebhaber von süßen Dessert sollten einmal Pfannkuchen, Kaiserschmarrn oder Bayerisch Creme selbst gemacht haben.

Zutaten für Obazda (für 2 Personen):

  • 250 g Käsereste (zB. Camembert, Brie oder Romadour)
  • 50 g Frischkäse
  • 150 - 200 ml Sahne
  • 100 g kalte Butter
  • 2 große weiße Zwiebel (möglichst neue Ernte)
  • 3 TL Paprikapulver edelsüß
  • 1-2 TL Kümmel
  • 1 TL Salz
  • Schnittlauch

Benötigtes Equipment:

  • Schüssel
  • Gabel
  • Schneidebrett
  • Messer

Zubereitung des Obazda:

1. Zuerst die Käsereste in kleine Würfel schneiden. Kalte Butter, Salz, Paprikapulver und Kümmel dazu geben und alles mit einer stabilen Gabel gründlich zerquetschen.

2. Anschließend eine Zwiebel schälen, sehr fein hacken und untermischen. Danach die Sahne nach und nach dazu geben und kräftig untermischen, bis die Masse cremig und streichfähig wird. Das Ganze mit Salz und Pfeffer abschmecken.

3. Die zweite Zwiebel in feine Ringe schneiden. Dann den Schnittlauch waschen und fein hacken. Den Obazda als Nocken oder Kugel auf ein Holzbrett geben und mit Zwiebelringen und Schnittlauch garnieren. Sofort servieren und genießen.

Wissenswertes zum Thema Obazda:

Obazda, auch Obatzter oder Angebatzter genannt, lässt sich im Kühlschrank ungefähr drei bis fünf Tage aufbewahren, danach sollte der Käse nicht mehr verzehrt werden. Wenn er anfängt streng zu riechen, sollte er nicht mehr gegessen werden. Wer möchte kann den Obazda außerdem mit etwas Bier verfeinern. Dazu geben Sie einfach ein bis zwei Esslöffel dunkles Bier in die Käsemischung.

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