EM Keine Zeit zum Hadern: Handballer gegen Norwegen gefordert

Nächster Gegner der deutschen Handballer ist Norwegen. Foto: Marijan Murat/dpa/dpa
Nächster Gegner der deutschen Handballer ist Norwegen. Foto: Marijan Murat/dpa/dpa

Einen Tag nach der Niederlage gegen Spanien muss die deutsche Handball-Nationalmannschaft die nächste EM-Herausforderung meistern. Die Vorbereitung auf Norwegen ist alles andere als normal.

Bratislava - Nach dem sportlichen Rückschlag zum Auftakt der EM-Hauptrunde gegen Spanien begaben sich die deutschen Handballer zurück in die Isolation.

Auf ihren Einzelzimmern im Teamhotel mussten die coronageplagten DHB-Spieler ganz allein die 23:29-Niederlage gegen den Titelverteidiger verarbeiten und sich auf das nächste Hammer-Duell mit Norwegen am Abend (20.30 Uhr/ZDF) einstimmen.

"Wie sollen wir etwas vorbereiten? Der Trainer wird uns Videos schicken, die wird sich jeder angucken. Es klingt absurd, aber wir können nicht viel tun. Dennoch habe ich die Hoffnung, dass uns Norwegen mehr liegt als die Spanier und wir das Spiel gewinnen", sagte Torwart-Oldie Johannes Bitter.

Die Ausgangslage: Wie Norwegen verfügt die deutsche Mannschaft in der Gruppe II über 2:2 Punkte. Ein Sieg würde die Chancen auf das Halbfinale deutlich erhöhen. Dafür muss die DHB-Auswahl aber wesentlich besser spielen als gegen Spanien. "Wir brauchen wieder mehr Emotionalität", forderte Kapitän Johannes Golla.

DIE CORONA-SITUATION:Nach elf Corona-Ausfällen hat der DHB-Tross die Sicherheitsvorkehrungen noch einmal verschärft. "Wir haben die Essenszeiten klar strukturiert. Man geht nur noch allein oder maximal zu zweit ans Buffet. Und wir tragen während der Spiele auf der Bank die Maske", sagte Golla. Das hat erste Früchte getragen: Am Donnerstag gab es keinen neuen Corona-Fall bei einem deutschen Spieler. Und es besteht sogar die Hoffnung, dass Rückraumspieler Julius Kühn am Freitag aus der Quarantäne zurückkehren und vielleicht gegen Norwegen mitwirken kann.

DIE MENTALITÄT: Trotz der Niederlage gegen Spanien und der widrigen Umstände ist Bundestrainer Alfred Gislason zuversichtlich, dass sich seine Schützlinge nicht hängen lassen. "Ich denke, es gibt keinen Knacks. Wir haben nicht erwartet, hier von Sieg zu Sieg durchzurutschen", sagte der 62 Jahre alte Isländer.

Auch Bitter sieht keinen Anlass zur Sorge. "Wir alle kennen seit zwei Jahren gewisse Einschränkungen in unserer gewohnten Freiheit. Die ist jetzt hier komplett weg. Es ist schon so, dass daher der eine oder andere mal eine schlechte Phase hat", sagte der 39-Jährige. "Aber wir sehen das so, dass uns nichts anderes übrig bleibt, als immer mal ein bisschen Galgenhumor einzustreuen. Es bringt ja nichts, mit der Situation zu hadern."

© dpa-infocom, dpa:220120-99-790831/6

 

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