Sinzinger Autobahnbrücke Lastwagen in Flammen: Verkehrsbehinderungen auf A3

, aktualisiert am 11.01.2019 - 12:40 Uhr
Auf der Autobahnbrücke bei Sinzing brannte am Freitagmorgen ein Lastwagen. Foto: Alexander Auer

Ein Autotransporter hat am Freitagvormittag auf der Sinzinger Autobahnbrücke Feuer gefangen. Die Autobahn musste während der Rettungsarbeiten mehrere Stunden gesperrt werden. Es kam zu Verkehrsbehinderungen. 

Gegen 7.30 Uhr erhielt die Polizei die Mitteilung, dass ein Lastwagen auf der Autobahnbrücke bei Sinzing im Landkreis Regensburg eine Panne hatte. Vor Ort stellten die Beamten fest, dass der Lkw, der in Richtung Regensburg unterwegs war, bereits in Vollbrand stand. Laut Polizei hat sich der Brand von einem Reifen auf das gesamte Gespann ausgebreitet. Der brennende Transporter war mit acht Fahrzeugen beladen. Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz bestätigte auf idowa-Nachfrage, dass es derzeit keine Verletzten gibt. Zum Zeitpunkt des Brandes war auch der Lastwagenfahrer nicht mehr im Fahrzeug. 

Zunächst mussten die Einsatzkräfte die A3 in Richtung Regensburg komplett sperren. Nachdem durch kleinere Explosionen Teile herumgeschleudert wurden und auch aufgrund der massiven Rauch- und Hitzeentwicklung, musste auch die Gegenfahrbahn in Richtung Nürnberg gesperrt werden. Einen weiteren Gefahrenherd für die Einsatzkräfte bildeten die verbliebenen Kraftstoffe in den jeweiligen Fahrzeugtanks. Die Löscharbeiten dauerten bis etwa 9 Uhr an.

Die Feuerwehr kühlte die Feuerwehr das ganze Gespann ab. Die Hitze des Feuers beschädigte auf etwa 30 Metern die Leitplanken der Autobahnbrücke. Eine Prüfung der Fahrbahn und der Brückenstatik erfolgt nach Bergung des ausgebrannten Fahrzeugs. Diese gestaltet sich nicht leicht, da alle geladenen Fahrzeuge einzeln abtransportiert werden müssen bzw. eine komplette Abschleppung des ganzen Gespanns nicht möglich ist.

Die Polizei war mit einer Vielzahl von Streifen im Einsatz. So wurden, gemeinsam mit der Autobahnmeisterei und der Feuerwehr, Verkehrssperren und Umleitungen eingerichtet, Rettungsgassen freigehalten und der Brand selbst polizeilich aufgenommen. Die meisten Autofahrer verhielten sich vorbildlich. Vereinzelt stellte die Polizei jedoch fest, dass die Rettungsgasse nicht ordnungsgemäß freigehalten wurde und Feuerwehrfahrzeuge mit einzelnen Behinderungen zu kämpfen hatten. Die umfangreichen Bergungsarbeiten dauern an.

Zwischenzeitlich wurde die Fahrbahn in Richtung Nürnberg komplett freigegeben. In Richtung Regensburg ist derzeit eine Fahrspur wieder befahrbar. Auf den Ausweichstrecken, beispielsweise der ehemaligen Bundesstraße B8 – jetzt Staatsstraße 2660 über Etterzhausen, kommt es immer noch vereinzelt zu Stauungen. Der entstandene Sachschaden am Gespann und den geladenen Fahrzeugen wird vorläufig auf etwa 60.000 Euro geschätzt. Darüber hinaus ist noch ein erheblicher Schaden an der Leitplanke und auch möglicherweise an der Fahrbahndecke zu erwarten.

 

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