Sinkende Milchpreise "Preisrutsch nicht allein mit Menge zu erklären"

Einige Bauern haben in Zeiten der Milchpreiskrise vor rund zwei Jahren Automaten aufgestellt, um so ihr Einkommen zu sichern. Auch weiterhin ist der Milchpreis großen Schwankungen unterworfen, wie die aktuelle Preissenkung zeigt. Die Gründe dafür sind laut BBV-Kreisobmann Gerhard Stadler vielfältig. Foto: Archivfoto: dpa

Die gestiegenen Milchmengen in Europa will Gerhard Stadler vom Bayerischen Bauernverband nicht allein verantwortlich dafür machen, dass die Molkereien den Milchbauern derzeit nur noch rund 35 Cent pro Liter zahlen und der Literpreis im Supermarkt auf unter 70 Cent gesunken ist.

Vielmehr sei daran die Marktmacht des Lebensmitteleinzelhandels abzulesen, unter welcher die Molkereien bei der Frischmilch keine besseren Preise aushandeln konnten. Das Resultat der Verhandlungen ist dem BBV-Bezirkspräsidenten und Kreisvorsitzenden zufolge ein "mehr als schlechter Preis". Im Interview erklärt er außerdem, warum die Milch billiger, die Butter aber teurer geworden ist.

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Mit dem Einkaufspreis von Milch in den Lebensmittelmärkten sinkt auch der Milchpreis, den die Bauern von ihren Molkereien bekommen. Was kriegen sie derzeit für einen Liter?

Gerhard Stadler: In Deutschland und Bayern ist der Milchpreis seit Anfang des Jahres kontinuierlich zurückgegangen. Die Milchprodukte sind preislich im Handel gesunken, was bedeutet, dass auch die Molkereien die Auszahlungspreise für die Milchbauern zurückgenommen haben. Aktuell sind es bei uns knapp 35 Cent für konventionelle Milch, etwa zehn Prozent unter dem Niveau Ende des Jahres. Die Milchpreise kommen immer etwas zeitversetzt, etwa ein bis zwei Monate später, bei den Milchbauern an.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 23. Mai 2018.

 
 

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