Maximal zwölf Minuten nach dem 112-Notruf sollte zumindest ein erstes Einsatzfahrzeug am Ort des Geschehens sein - soweit die Theorie. Die Realität sieht in Simbach anders aus: Weil die dortige Feuerwehr ein Grenzgebiet zum Landkreis Rottal-Inn betreut, kommt es immer wieder zu Überschneidungen der zuständigen Integrierten Leitstellen (ILS). In der Sitzung des Kreistags hat Bürgermeister Herbert Sporrer auf die Problematik aufmerksam gemacht.

"Aufgrund der Alarmierungsverzögerung dauert es oft sieben, acht Minuten, bis wir verständigt werden und ausrücken können", moniert Kommandant Markus Pfaller. Vor allem bei größeren Einsätzen ein durchaus erheblicher Zeitverlust. "Im heutigen Zeitalter ist das unverständlich." Wählt eine Person etwa in Malgersdorf, das die gleiche Telefonvorwahl wie Simbach hat, die Notrufnummer, landet sie bei der Integrierten Leitstelle in Landshut, bald bei der neuen Stelle in Essenbach. Das Problem: Malgersdorf gehört zum Landkreis Rottal/Inn, weshalb die Leitstelle in Landshut den Fall an die ILS Passau weiterleiten muss. Klingt banal, kostet aber wertvolle Zeit. Und im Zweifel zählt jede Sekunde.

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