Sicherheitswacht in Regensburg Acht Ehrenamtliche auf Patrouille gegen Corona-Verstöße

Acht neue ehrenamtliche Sicherheitskräfte der Regensburger Sicherheitswacht – vier Männer und vier Frauen – haben Anfang des Monats ihren Dienst angetreten. Foto: Polizeiinspektion Regensburg Nord

Die Regensburger Sicherheitsbehörden zeigen jetzt mehr Präsenz auf den Straßen. Seit kurzem hat die Polizeiinspektion Regensburg Nord eine eigene Sicherheitswacht mit acht ehrenamtlichen Helfern im Einsatz. Ihre Hauptaufgabe ist derzeit, Verstöße gegen die aktuelle Infektionsschutzverordnung aufzudecken.

Seit kurzem hat die Polizeiinspektion Regensburg Nord eine eigene Sicherheitswacht mit acht ehrenamtlichen Uniformträgern, die auf den Straßen der Stadt für Sicherheit sorgen sollen. Wie die Inspektion in einer Pressemitteilung schreibt, geht es darum, „das subjektive Sicherheitsgefühl in der Öffentlichkeit“ zu verbessern. Einen konkreten Wunsch aus der Bevölkerung nach mehr Sicherheitskräften auf der Straße gab es nicht, wie Polizeioberkommissar Thomas Hasler auf Nachfragte von idowa sagte: „Es ist uns ein Anliegen, möglichst viel Kontakt zum Bürger herzustellen. Man ist als Sicherheitsbehörde greifbarer, wenn die Bürger nicht nur die Polizei im Streifenwagen sehen, sondern auch Sicherheitskräfte auf den Straßen unterwegs sind.“

Acht Ehrenamtliche waren im Sommer dem Aufruf gefolgt, sich in der Sicherheitswacht zu engagieren. In den vergangenen Monaten wurden sie ausgebildet. Zentrales Element der Ausbildung war ein Kommunikationstraining, damit die ehrenamtlichen Sicherheitskräfte in der Einsatzsituation den richtigen Ton treffen. Bestandteil des Unterrichts, der im September und Oktober stattfand, waren auch die Themen Eingriffsrechte, Allgemeines aus dem Strafrecht und Erste Hilfe. Die Truppe sei eine bunte Mischung, erklärt Thomas Hasler: „Wir haben einen Pensionär dabei, alle anderen Mitglieder sind berufstätig und es sind Leute jeden Alters dabei.“

Neuralgische Punkte unter anderem Stadtamhof und Jahninsel

Seit kurzem sind die acht Ehrenamtler auf den Straßen des Regensburger Nordens unterwegs. Die Einsatzpläne kommen aus der Polizeiinspektion Nord. Die neuralgischen Punkte für die Kontrollen hätten sich in den vergangenen Monaten herauskristallisiert. Stadtamhof beispielsweise oder die Jahninsel, der Grieser Spitz, das sind Orte, an denen verstärkt patrouilliert werde, aber auch andere Stadtviertel, „in denen die Polizei nicht so oft Präsenz zeigen kann.“

Die zusätzliche Manpower ist aus Sicht der Polizeibeamten notwendig, „gerade im Hinblick darauf, was im Zuge der Zehnten Infektionsschutzverordnung des Freistaats zusätzlich zu kontrollieren ist.“ Sprich: Ob Ausgangssperren, Maskenpflicht und Abstandsregeln eingehalten werden. Die ehrenamtlichen Sicherheitskräfte sind dort, wo die Polizei selbst nicht sein kann, umreißt der Polizeioberkommissar die Philosophie der Truppe.

Die Befugnisse der Sicherheitswachtler im Einsatz reichen bei weitem nicht an die der Polizei heran – gehen aber über das hinaus, was Privatpersonen, etwa bei Gefahr in Verzug oder bei der Selbstverteidigung, zugebilligt wird: „Die Maßnahmen sind im Wesentlichen die Personalienfeststellung, die Feststellung von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten.“ Die ehrenamtlichen Sicherheitskräfte haben zwar auch selbst ein Festnahmerecht, wenn sie Verstöße gegen Recht und Gesetz entdecken, bei schwerwiegenden Verstößen werde aber die Polizei hinzugezogen. „In erster Linie geht es darum, mit den Leuten ins Gespräch zu kommen, sie auf Verordnungen und Gesetze hinzuweisen“, sagt Polizeioberkommissar Hasler.

Regensburg war vor rund 20 Jahren eine der ersten Kommunen in Bayern, in denen eine Sicherheitswacht aufgestellt wurde. Nun wird die Struktur feingliedriger – mit eigenen Gruppen für die Inspektionen in der Stadt.

Weitere Artikel

 

idowa-Newsletter kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse:
 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading