Showdown in Barcelona Frankfurt träumt von magischer Nacht im Camp Nou

Im Viertelfinal-Hinspiel der Europa League erkämpfte sich Eintracht Frankfurt mit Martin Hinteregger (l.) gegen den FC Barcelona mit Pierre-Emerick Aubameyang ein 1:1. Nun sind bei den Frankfurtern die Hoffnungen auf einen erneuten Halbfinal-Einzug nach 2019 groß. Foto: Arne Dedert/dpa

Natürlich träumen sie bei Eintracht Frankfurt mal wieder von einer magischen Nacht. Und doch mag es einigen der rund 30.000 mitreisenden Fans vor dem zweiten Teil des "Jahrhundertduells" noch immer vollkommen surreal vorkommen, dass ihre SGE tatsächlich im altehrwürdigen Camp Nou gegen den Weltklub FC Barcelona um den Halbfinal-Einzug kämpft - vor Ehrfurcht aber erstarren die Europa-League-Experten keineswegs.

"Wir fahren dahin und schlagen die", versprach Sportvorstand Markus Krösche. Auch Nationaltorhüter Kevin Trapp will nicht nur über den gewaltigen Fußball-Tempel der Katalanen staunen. Es sei nicht so, "dass wir hergekommen sind, um uns das ein bisschen anzuschauen. Wir haben ein großes Ziel."

Hoffnungen auf erneuten Halbfinal-Einzug bestehen

Das Viertelfinal-Rückspiel in Barcelona am Donnerstag (21.00 Uhr/RTL) elektrisiert die Massen. Da wären der starke Auftritt aus dem Hinspiel, das ermutigende 1:1 im eigenen Stadion oder die fast schon zur Gewohnheit gewordenen Europa-Partys der Eintracht in ihrem Lieblingswettbewerb - all das befeuert die Hoffnungen auf eine Sensation und das nächste Halbfinale nach 2019.

Tausende Frankfurter dürften die katalanische Metropole schon vor dem Anpfiff eines der größten Spiele der jüngeren Eintracht-Geschichte in einen Ausnahmezustand versetzen. "Zusammen mit den Fans wollen wir dort etwas Großes erreichen", sagte Kapitän Sebastian Rode. Dies sei eine "Extra-Motivation", betonte Krösche in der Bild-Zeitung, "diese Emotionen will und braucht jeder Spieler".

Zugleich forderte er von der Mannschaft, gegen den fünfmaligen Champions-League-Sieger aus Spanien "noch eine Schippe draufzulegen". Zumal die Chance auf den Coup größer kaum sein könnte. Mit dem Hinspiel-Ergebnis sei "alles drin", betonte Trainer Oliver Glasner - und erhielt Unterstützung von Trapp: "Wer jetzt nicht dran glaubt, ist fehl am Platz."

Doch die SGE benötigt einen Sahnetag - und muss hoffen, dass das Starensemble um Pierre-Emerick Aubameyang, Pedri oder Sergio Busquets die Aufgabe als lästige Pflicht angeht. Wie etwa in Frankfurt, als die Eintracht den haushohen Favoriten am Rande einer Niederlage hatte. In der Liga stolperte Xavis Team zuletzt in letzter Minute zu einem 3:2 beim Vorletzten UD Levante.

Nach Liga-Niederlage: "Abschütteln, Kräfte sammeln"

Aber auch die Frankfurter enttäuschten zwischen ihren beiden Highlightspielen. Durch die Niederlage gegen den SC Freiburg (1:2) versanken die Hessen endgültig im grauen Liga-Mittelmaß. Glasners Motto lautete daher: "Abschütteln, Kräfte sammeln" - und mit der besonderen Europacup-Vorfreude nach Barcelona reisen.

Die Qualifikation für eine weitere Saison in Europa scheint für Frankfurt schließlich nur noch über den europäischen Wettbewerb möglich. "Der kürzeste Weg ist, die Europa League zu gewinnen. Dann bist du in der Champions League nächstes Jahr", sagte Glasner.

Barcelona ist gegen deutsche Teams eine Macht

Doch die Hürde könnte kaum höher sein. Im Camp Nou ist Barcelona eine Macht in Duellen mit deutschen Teams - nimmt man den FC Bayern heraus, gewannen die Katalanen zu Hause die vergangenen 17 Partien gegen Bundesligisten.

Dazu muss Glasner eine Alternative für den gesperrten Tuta in der Abwehr finden. Womöglich auch für Antreiber Djibril Sow, der beim Abschlusstraining wegen einer Kniezerrung fehlte. Und dennoch: "Es kann nur ein Ziel geben", sagte Glasner, "den Aufstieg ins Halbfinale".

 

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