Serien-Tipp "Terra X" „Unsere Kontinente“ zeigt Entstehung der Landmassen

Heute größtenteils staubtrocken und lebensfeindlich, gab es auf dem Gebiet der Sahara-Wüste früher Wasser und Grün in Hülle und Fülle. Warum die Gegend jetzt so karg ist, erklärt die Doku-Serie „Unsere Kontinente“. Foto: Pixabay

Von einem Superkontinent zu sieben Landmassen: In einer „Terra X“-Serie zeigen prominente Experten die Geschichte, Vielfalt und Besonderheiten unserer Kontinente.

Darum geht’s: Für uns sieht die Erde schon immer so aus wie jetzt. Aus unserer Sicht liegt Europa in der Mitte, darunter Afrika, rechts Asien und links Amerika. Ach ja, und ganz unten rechts noch Australien. Doch das ist nur eine Momentaufnahme.
Denn vor rund 250 Millionen Jahren existierte ein riesiger Superkontinent, der alle Landmassen der Erde vereinte: Pangäa. Dieser zerfiel vor etwa 200 Millionen Jahren und aus seinen Bruchstücken bildeten sich im Laufe der Zeit unsere heutigen Kontinente.
Die Geschichte dieser, wie sie sich voneinander unterscheiden, aber auch ähneln und wie Menschen sie besiedelten, zeigen in der „Terra X“-Serie jeweils prominente Experten: Der YouTuber Mirko Drotschmann alias MrWissen2Go übernimmt Europa, der Physiker Harald Lesch widmet sich Afrika, die YouTuberin Mai Thi Nguyen-Kim präsentiert Nordamerika, die Biologin Jasmina Neudecker reist nach Südamerika, der Geologe Colin Devey beschäftigt sich mit Asien und die Meeresforscherin Antje Boetius kümmert sich um Australien und Ozeanien.
In den einzelnen Folgen erfährt der Zuschauer viel Spannendes. Zum Beispiel gab es nach Australien mal eine Landverbindung von Asien, über die Menschen den Kontinent besiedelten. Afrika ist die Wiege der Menschheit, hier entwickelte sich der Homo sapiens – und doch ist es der Kontinent, abgesehen von der Antarktis, mit den härtesten Lebensbedingungen.

In aller Kürze: Wie sind die Kontinente unserer Erde entstanden und was macht sie aus? Das zeigt „Terra X“ in einer sechsteiligen Serie.

Fazit: Sie ist schon ein Wunder, unsere Erde. Mit diesem Eindruck bleibt man zurück nach den sechs Folgen. In diesen lernt man vieles, was man vorher noch nicht wusste, und frischt so manches aus dem Erdkunde-Unterricht wieder auf. An der einen oder anderen Stelle ist es in der Doku-Reihe etwas zu viel der Plattentektonik und man hätte sich mehr Aufnahmen von Naturwundern des jeweiligen Kontinents gewünscht. Daher ist die Serie auch nichts zum Binge-Watchen. Aber es soll ja schließlich um die Entstehung der Kontinente gehen – und da spielen Platten und ihre Bewegung eben die entscheidende Rolle.
Einziges Manko: Der siebte Kontinent fehlt, die Antarktis. Sie wird in der Australien-Folge nur kurz thematisiert. Der Kontinent ist zwar am wenigsten besiedelt und am lebensfeindlichsten, wäre aber vielleicht gerade deswegen spannend.

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Hinweis: Dieser Text stammt aus der Freistunde, der Kinder-, Jugend- und Schulredaktion der Mediengruppe Attenkofer. Für die Freistunde schreiben auch LeserInnen, die Freischreiben-AutorInnen. Mehr zur Freistunde unter freistunde.bayern.

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