Serien-Tipp auf Netflix "Inventing Anna" erzählt Geschichte der Hochstaplerin Anna Delvey

Eine Person, zwei Gesichter: Anna Delvey in ihrem ersten Leben als reiche Erbin (rechts) und die wahre Anna Sorokin im Gefängnis, nachdem ihr Scheinleben aufgeflogen ist.
Eine Person, zwei Gesichter: Anna Delvey in ihrem ersten Leben als reiche Erbin (rechts) und die wahre Anna Sorokin im Gefängnis, nachdem ihr Scheinleben aufgeflogen ist. Foto: Nicole Rivelli/Netflix

„Inventing Anna“ trendet zurzeit durch die Netflix-Charts. Mit Julia Garner in der Hauptrolle erzählt die Serie ein spannendes Drama nach, basierend auf einem echten Fall.

„Inventing“ Anna, also Anna „erfinden“, trifft es ganz gut. Anna Delvey, oder besser gesagt Anna Sorokin, so heißt sie wirklich, führt in der Serie ein Leben, wie es nun mal Reiche tun – nur ohne Geld. Mit einer erfundenen Identität versuchte auch die echte Anna Sorokin sich den amerikanischen Traum in der New Yorker High Society zu erfüllen.

Darum geht’s: Anna wird aufgrund schweren Betrugs an großen Banken und Hotels verhaftet. Als vermeintlich reiche Erbin aus Deutschland lebte sie ein luxuriöses und verschwenderisches Leben in der New Yorker High Society. Als sie ihren Traum von einem eigenen Elite-Nachtclub mit Kunstgalerie erfüllen will, lernt sie viele Leute der Oberschicht kennen.

Grundlage der Serie ist der echte Fall der Anna Sorokin

Für ihren überzogenen Lebensstandard nutzt sie diese schamlos aus. Die Journalistin Vivian Kent wird auf den Fall aufmerksam und will mit der Geschichte ihren Ruf als schlecht recherchierende Redakteurin retten. Doch dieser Fall wird schwieriger, als er scheint. Annas arrogante Art und Verschlossenheit erschweren Vivians Arbeit enorm.

In aller Kürze: In der Netflix-Serie „Inventing Anna“ betrügt eine vermeintlich reiche Erbin viele Menschen der New Yorker Elite und baut sich dadurch eine Scheinrealität auf. Diese bricht erst zusammen, als sie im Gefängnis landet.

Der Trailer zur Serie:

Das Besondere: „Die Geschichte ist vollkommen wahr. Bis auf die Teile, die komplett erfunden sind.“ – Dieser Satz ist am Anfang jeder Folge zu sehen. Die Netflix-Serie basiert auf dem echten Fall der Anna Sorokin. Grundsätzlich sind viele Fakten und Geschichten der Serie wahr. Bei einigen Teilen von „Inventing Anna“ ist jedoch unklar, ob sie wirklich so passiert sind. Durch den Medienrummel ist Anna Sorokin im wahren Leben zu einem kleinen Star geworden. Auf ihrem Instagram-Account, auf dem sie während zwischenzeitlichen Entlassungen aktiv war, hat sie zurzeit mehr als 940 000 Follower.

Fazit: Schauspielerisches Talent ist bei „Inventing Anna“ mehr als gegeben. Vor allem die Hauptdarstellerin Julia Garner überzeugt als Anna Delvey mit ihrer Leistung. Die Autorinnen Shonda Rhimes und Jessica Pressler bringen viel Spannung in die Serie, sodass es schwer fällt, sie nicht auf einmal durchschauen zu wollen.

Es wäre allerdings wünschenswert gewesen, die Serie auf die wahren Fakten zu begrenzen, um die Transparenz zum echten Fall beizubehalten. Aber wer weiß: Vielleicht waren die hinzugefügten Details ausschlaggebend, damit sie jetzt einer der beliebtesten Netflix-Serien ist.

„Inventing Anna“, eine Staffel mit neun Folgen á rund 60 Minuten, verfügbar auf Netflix, empfohlen ab 16 Jahren.

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