Seppenhausen Auto rollt in Donau und muss geborgen werden

Die Bergung des Autos. Foto: Simon Stadler

Eine Verkettung unglücklicher Umstände sorgt dafür, dass das Auto eines bulgarischen Paares bei Seppenhausen in die Donau rollte.

Am Vormittag des 23. April befand sich das Paar beim Sonnenbaden. Mit dabei hatten sie eine Luftmatratze, bei der sie Luft nachpumpen mussten. Dazu wollte die Frau den Pannenkompressor ihres Fiat Punto nutzen. Um diesen mit Strom zu versorgen, beugte sie sich ins Fahrzeug und drehte den Zündschlüssel um. Weil der erste Gang, aber keine Handbremse eingelegt war, rollte der Fiat in Richtung Donauufer los.

Die 50-jährige Frau lief zunächst neben dem Fahrzeug her und wollte es anhalten, bis die offen stehende Fahrertür gegen einen Baum prallte. Dadurch wurde sie selbst zu Boden geschleudert und leicht verletzt. Das Fahrzeug ließ sich nicht mehr aufhalten und rollte in die Donau.

Das Paar fuhr per Anhalter nach Regensburg in ein Krankenhaus. Durch den Vorfall erlitt die Frau Quetschungen am linken Bein. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch begaben sie sich schließlich zu einer Polizeiinspektion in Regensburg, um den Vorfall anzuzeigen.

Die Wasserschutzpolizeigruppe der Verkehrspolizeiinspektion Regensburg wurde alarmiert und es liefenaufwändige Bergungsmaßnahmen an. Der Schiffsverkehr wurde wegen des Hindernisses in der Fahrrinne gesperrt. Zunächst musste der Wagen mit einem Peilboot lokalisiert werden. In einer Tiefe von circa vier Metern konnte er schließlich ausgemacht werden.

Ein Arbeitsschiff des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes barg den Fiat am Mittwoch gegen 12.30 Uhr. Am Fiat entstand Totalschaden. Die Frau als Verursacherin muss nun mit einer Anzeige nach dem Gesetz zur Ordnung des Wasserhaushalts rechnen. Außerdem wird sie für die teuren Bergungskosten aufkommen müssen.

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