Wenn es nicht so ernst wäre, könnte man fast darüber spotten: Woran erkennt man, dass die parlamentarische Sommerpause zu Ende geht und die Politik wieder in den Normalbetrieb zurückkehrt?

Daran, dass sich CSU-Chef Horst Seehofer und Bundeskanzlerin Angela Merkel wegen der Flüchtlingspolitik in den Haaren liegen. So war es im Frühsommer, als die beiden Schwesterparteien nur mit äußerster Kraftanstrengung ihren Streit um die Zurückweisungen an der Grenze beilegen konnten, nun wiederholt sich das Ganze, wenn Seehofer die Migrationsfrage "die Mutter aller Probleme" nennt - und Merkel sich umgehend davon distanziert. Es ist der unverändert ungelöste Grundkonflikt um die Beurteilung dessen, was vor genau drei Jahren geschehen ist, der Seehofer und Merkel und mit ihnen die bürgerlichen Schwesterparteien spaltet. Für Seehofer war es ein fast schon existenzieller Fehler, dass die Bundesregierung im Herbst 2015 die Flüchtlinge ungeprüft ins Land hereingelassen und der Staat zeitweise die Kontrolle verloren hat. Angela Merkel wiederum will bis heute nicht von ihrer damaligen Entscheidung abrücken und verteidigt diese, auch wenn sie mittlerweile mehrfach versprochen hat, dass sich so etwas nicht mehr wiederholen dürfe.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 07. September 2018.