Sebastian Bezzel im Porträt Der wandlungsfähige Charakterschauspieler

Charakterschauspieler mit Herz: Sebastian Bezzel. Foto: Andreas Reichelt

Er stammt aus Oberbayern und lebt in Hamburg. Doch kaum jemand steht im Kino mehr für Niederbayern als Sebastian Bezzels Verkörperung des „Franz Eberhofer“. Seine Fans kennen ihn als äußerst wandlungsfähigen Schauspieler, der in vielen verschiedenen Rollen brilliert.

Wir sitzen auf der Dachterrasse von Niederbayern TV im Passauer Messe Business Center und warten darauf, dass die Kameras für unseren Talk eingestellt werden. Als der Kameramann den Daumen in die Luft streckt, wende ich mich an Sebastian: „Alles, was wir jetzt sagen, kann bewiesen werden.“ Ganz im Kommissar-Modus korrigiert mich der Schauspieler: „… kann gegen sie verwendet werden.“ Ich antworte: „Kann und wird!“ Sebastian lacht, das Eis ist gebrochen.

Mit dem TV- und Kinostar warm zu werden, fällt nicht schwer. Sein subtiler Humor und seine offene Art bauen sofort Sympathie auf. Dass er gleich anfangs das „Du“ anbietet, passt zu ihm.

„Franz Eberhofer“ als Paraderolle

Zum siebten Mal ist er in diesem Jahr in einer Verfilmung der Romane von Rita Falk zu sehen. Das „Kaiserschmarrndrama“ konnte sich mit einem Jahr Verspätung endlich ungehindert auf der großen Leinwand entfalten.

„Die Figur mag ich sehr gern“, erzählt Sebastian Bezzel. „Ich freue mich, dass die Filme erfolgreich sind, weil das bedeutet, dass wir weitermachen dürfen.“ Ihm scheint bewusst zu sein, dass Erfolg nicht allein von der schauspielerischen Leistung abhängt. Auch im Filmbusiness gehört eine ordentliche Portion Glück dazu.

Allerdings: Sebastian Bezzel ist mit außergewöhnlichem Talent gesegnet. Ob Tatortkommissar, schrulliger Bayer oder Bauunternehmer-Fiesling – sein Repertoire scheint stetig zu wachsen. Seine Rolle als Bobfahrer in der 2006 erschienenen Komödie „Schwere Jungs“ beispielsweise war schlichtweg grandios gespielt.

Schon damals arbeitete er übrigens mit seinem persönlichen Freund Simon Schwarz zusammen. Eine Kombination, die sich über die Eberhofer-Filme bis hin zur BR-Sendung „Grenzgänger“ fortsetzt. „Es macht einfach so viel Spaß, weil der Simon dabei ist und wir sehr gut befreundet sind“, bringt er seine Wertschätzung für den Kollegen auf den Punkt.

Gerade die Menschen, die an der Kinoreihe aus der Feder von Rita Falk mitarbeiten, haben es ihm angetan. „Es ist ein extrem angenehmes Ensemble“, erzählt er. „Mit Simon und Lisa (Lisa Maria Potthoff, Anm. d. Red.) bin ich richtig eng befreundet.“ Und dafür ist er dankbar. „Es ist toll, dass man Erfolg hat, und dass man Sachen machen darf, die einem Spaß machen. Mit Leuten, mit denen ich gern zusammenarbeite.“

Sehen Sie dazu auch den Talk zum Film "Kaiserschmarrndrama":

Wandlungsfähigkeit

Doch Franz Eberhofer ist nicht gleich Sebastian Bezzel. Man darf ihn nicht auf eine Rolle festlegen. „Wenn es immer das Gleiche ist, das nervt dann auch. Gerade, dass man ganz unterschiedliche Sachen macht, ganz unterschiedliche Charaktere spielt, bei unterschiedlichen Regisseurinnen und Regisseuren arbeitet, das ist ja grad das Spannende.“

Ob es schwer ist, in immer neue Rollen zu schlüpfen? Sebastian verneint: „Das ist das Schöne an dem Beruf. Also ich möchte nicht immer das Gleiche spielen“, sagt er.

Seine Traumrolle? „Die nächste!“

Sebastian Bezzel liebt seinen Beruf. „Das war schon immer ein Wunsch von mir. Ich war wohl auch laut meinen Eltern schon relativ früh unseriös und hab irgendwelche Sketche vorgespielt.“ Es folgten Schultheater, Kabarettgruppe, Schauspielschule, … Und während er von seiner Laufbahn erzählt, fällt es nicht schwer sich den verschmitzten Kreativling in seiner Jugend vorzustellen.

Lesen Sie den vollständigen Artikel im NIEDERBAYERN TV Magazin, Ausgabe 9.

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