Schwerer Verkehrsunfall Autofahrer wollte rückwärts auf A93 fahren

Weil ein 43-Jähriger mit seinem Auto wieder rückwärts auf die A 93 fahren wollte, verursachte er einen schweren Verkehrsunfall. (Symbolbild) Foto: Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild

Am Dienstag ist es gegen 18.40 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall mit vier beteiligten Fahrzeugen im Baustellenbereich der A93 auf Höhe der Anschlussstelle Pentling gekommen. Der Verursacher flüchtete nach dem Unfall, wurde jedoch nach Angaben der Polizei kurze Zeit später gestellt. 

Laut Zeugenaussagen fuhr ein 43-Jähriger mit seinem Auto auf der Autobahnausfahrt Pentling rückwärts, um wieder auf die Autobahn zu kommen. Ein nachfolgender Kleinbus, der auf der rechten Spur gefahren ist, musste daraufhin plötzlich nach links ausweichen. Das führte dazu, dass auch der 61-jährige Fahrer eines VW-Busses hinter dem Kleinbus nach links lenkte. Da an diesem Streckenabschnitt allerdings wegen einer Baustelle keine Mittelleitplanke war, geriet der 61-Jährige auf die Gegenfahrbahn. Ein entgegenkommender Autofahrer bremste zwar noch und versuchte auszuweichen, konnte den Aufprall an den linken Fahrzeugseiten nicht mehr verhindern. Die beiden Fahrer sowie die zwei Mitfahrer im VW-Bus blieben glücklicherweise unverletzt.

Sowohl der 43-jährige Unfallverursacher als auch der Fahrer des Kleinbusses fuhren nach dem Unfall einfach weiter.  Eine Polizeistreife hielt den flüchtigen Verursacher im Bereich Mainburg auf. Ein aufmerksamer Zeuge verfolgte den 43-Jährigen und gab den Beamten Bescheid, wo dieser ist. Der Kleinbusfahrer ist weiterhin flüchtig.  

Straße wurde für anderthalb Stunden gesperrt

Die Autobahn in Richtung München musste für etwa 15 Minuten komplett gesperrt werden, damit die Unfallstelle gesichert und die beschädigten Fahrzeuge geborgen werden konnten. In Fahrtrichtung Regensburg wurde der rechte Fahrstreifen, der derzeit baustellenbedingt auf der eigentlich entgegengesetzten Fahrbahn verläuft, für rund anderthalb Stunden gesperrt. Es kam zu entsprechenden Verkehrsbehinderungen, teilte die Polizei mit.

Der Gesamtschaden beläuft sich auf mindestens 30.000 Euro. Gegen den Rückwärtsfahrer wird unter anderem wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs sowie wegen des unerlaubten Entfernens vom Unfallort ermittelt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Regensburg wurde zudem der Führerschein des 43-Jährigen sichergestellt. Die Polizei hat ebenso Ermittlungen gegen den flüchtigen Fahrer des Kleinbusses aufgenommen.  

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