Großeinsatz im Landkreis Kelheim Zwei Festnahmen nach tödlichen Schüssen in Abensberg

, aktualisiert am 03.10.2019 - 09:30 Uhr
In Abensberg wurde am Mittwochabend eine Person getötet, eine weitere schwer verletzt. Foto: NEWS5/Pieknik

Nach den tödlichen Schüssen in der Straubinger Straße in Abensberg hat es offenbar zwei Festnahmen gegeben. Die Polizei bestätigte Meldungen, wonach zwei Menschen im Lauf der Fahndungsmaßnahmen festgenommen wurden.

Am frühen Mittwochabend wurde ein Mann durch einen zunächst unbekannten Tatverdächtigen erschossen, ein weiterer Mann wurde schwer verletzt. Im Zuge der Fahndung nahm die Polizei im Stadtgebiet von Abensberg gegen 19.30 Uhr zwei tatverdächtige Männer  im Alter von 30 und 41 Jahren fest.

Kurz nach 18:00 Uhr ging bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Niederbayern über Notruf die Mitteilung ein, dass auf einem Parkplatz eines Einkaufszentrums in Abensberg mehrere Schüsse gefallen sind. Zahlreiche Streifenfahrzeuge der PI Kelheim sowie mehrerer benachbarter Polizeidienststellen fuhren sofort den Tatort an.

Bisherigen Erkenntnissen zufolge hat einer der beiden festgenommenen Männer auf einem Parkplatz eines Supermarkts in der Straubinger Straße mit einer Pistole auf einen 39-jährigen Mann geschossen. Der Getroffene verstarb noch am Tatort. Kurze Zeit später fielen in der Traubenstraße weitere Schüsse. Ein 46-jähriger Mann wurde schwer verletzt. Zeugen konnten das Auto beschreiben, das vom Tatort flüchtete.

Ein Großaufgebot an Polizeikräften fand das gesuchte Fahrzeug, einen Kastenwagen, in Abensberg vor einem Haus geparkt. Die Männer im Alter von 30 und 41 Jahren ließen sich widerstandslos festnehmen. Außerdem wurde die mögliche Tatwaffe sichergestellt. Wer die tödlichen Schüsse abgegeben hat beziehungsweise wer den Mann in der Traubenstraße schwer verletzt hat, ist derzeit Gegenstand der kriminalpolizeilichen Ermittlungen. Über das Motiv ist derzeit nichts bekannt. Bei den beiden Tatverdächtigen handelt es sich um kosovarische, bei den Opfern um serbische Staatsangehörige. Nach gegenwärtigem Ermittlungsstand dürften Tatverdächtige und Opfer untereinander bekannt gewesen sein. Der schwer verletzte 46-jährige Mann wurde mit einem Rettungshubschrauber zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus geflogen. Alle Fahndungsmaßnahmen wurden zwischenzeitlich eingestellt.

Die Polizeiinspektion Kelheim und das Polizeipräsidium Niederbayern leiten den Großeinsatz. Die Kriminalpolizei Landshut hat in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Regensburg die Ermittlungen vor Ort übernommen.

Zeugen, die sachdienliche Hinweise zum Tatablauf vor dem Verbrauchermarkt in Abensberg geben können, werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizeiinspektion Landshut unter 0871 / 9252-0 in Verbindung zu setzen.

Die Fahndungsmaßnahmen bleiben aufrecht, wie das Polizeipräsidium auf Twitter bestätigte.

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