Wieder einmal grassiert am Dienstag bei einem Drogenprozess vor dem Chamer Schöffengericht ein mysteriöser Virus. Sein auffälligstes Symptom: spontan eintretende Vergesslichkeit mit lang anhaltenden Erinnerungsdefiziten. Allerdings hält sich der Schrecken ob dieser Virusattacke vor allem beim Angeklagten in Grenzen: Ihm bleibt deshalb wohl ein längerer Gefängnisaufenthalt erspart. Denn die Vorwürfe sind durchaus nicht ohne. Laut Anklageschrift soll der 27 Jahre alte Koch im Sommer 2019 in einem von einem Asylbewerber gesteuerten Auto nach Regensburg gefahren sein und dort von einem Unbekannten 600 Gramm Marihuana zum Zwecke des Weiterverkaufs erworben haben.