Närrisches Wochenende steht bevor Weiberfasching – jetzt wird es bunt

In den Faschingshochburgen sind ab Donnerstag die Narren los, insbesondere die weiblichen. Sie stürmen Rathäuser und schneiden Schlipse ab – der Weiberfasching macht's möglich.

Die Narren in Westdeutschland stürzen sich in den Straßenkarneval, auch in Bayern beginnt die heiße Faschingszeit. Der Weiberfasching am Donnerstag läutet die tollen Tage bis Aschermittwoch ein. Vielerorts übernehmen die Frauen kurzzeitig die Macht in den Rathäusern, fordern Stadtschlüssel ein und schneiden Krawatten ab. Der Brauch reicht wohl bis in die Zeit des Mittelalters zurück. Aufgrund der patriarchalen Gesellschaftsordnung galt es damals wohl als Verkehrung der Welt, wenn die Frauen für einen Tag das Szepter an den Schaltstellen der Macht schwangen.

Das Wetter wird bei all dem nicht mehr so schön wie in den vergangenen Tagen. Zunächst scheine im Rheinland noch die Sonne, dann dürften Wolken aufziehen, erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD). Auch in Bayern soll es am Freitag und Samstag verbreitet Regen, zum Teil auch am Sonntag. Die Temperaturen am Faschingswochenende sind relativ mild, für Straubing sind etwa Werte zwischen 6 und 13 Grad vorhergesagt, in Regensburg kann es noch etwas wärmer werden.

Für Cham sagen die Experten von WetterKontor für das Faschingswochenende Werte zwischen 4 und 10 Grad voraus, in Landshut sollen es zwischen 4 und 12 Grad werden. Während sich in Cham teils die Sonne zeigen soll, ist für Landshut durchgängig trübes Wetter mit Regen vorhergesagt.

In der Faschingshochburg Köln werden am Weiberfasching viele hunderttausend Besucher erwartet. Damit ist der Tag auch eine große Herausforderung für die Polizei. Mehr als 1.000 Polizisten werden dort eingesetzt.

In Baden-Württemberg ist der Donnerstag vor Rosenmontag als "Schmotziger Dunschtig" bekannt. Doch bereits am Mittwoch hatten die Narren das Neue Schloss in Stuttgart gestürmt und den baden-württembergischen Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) symbolisch aus dem Amt gedrängt. "Ich geb' das Zepter aus der Hand. Regiert Ihr Narren jetzt im Land", rief der Landesvater.

Während in Wetdeutschland in der Faschingszeit verbreitet Behörden geschlossen haben, ist dies in Bayern nur zum Teil der Fall. In Ostbayern bleiben in den Kommunen vor allem am Faschingsdienstag Stadtverwaltungen geschlossen.

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