Schnee in den Alpen Schweiz stuft Lawinengefahren leicht herab

Zahlreiche Lawinen gingen am Montag in Österreich und in der Schweiz ab, ohne, dass Menschen zu Schaden kamen. Eine davon rauschte zwischen Interlaken und Brienz in der Schweiz unter einer hohen Eisenbahnbrücke hindurch bis zum Brienzersee.

Davos - Die Lawinengefahr in den Schweizer Alpen ist etwas gesunken. Das Schnee- und Lawinenforschungsinstitut (SLF) in Davos stufte die Gefahr am Morgen zwar noch als groß ein. Aber auf der Gefahrenskala war das nur noch Stufe vier. Wegen der starken Niederschläge, die die Schneedecken instabil machten, galt seit dem Wochenende die Stufe fünf. Am Dienstag war das Wetter deutlich besser. Die Meteorologen sagten örtlich Sonnenschein voraus.

Vor dem Gotthard-Tunnel war in der Nacht eine Schlammlawine niedergegangen und hatte die Autobahn auf einer Länge von 50 Metern verschüttet. Ein Auto wurde erfasst, aber niemand kam zu Schaden, wie die Kantonspolizei in der Nacht mitteilte. Die Autobahn und der Tunnel blieben zunächst gesperrt.

Viele Täler im Oberwallis an der Grenze zu Italien waren wegen der Lawinengefahr weiterhin unzugänglich. Darunter sind das Mattertal mit dem Wintersportort Zermatt und das Saas-Tal mit Saas-Fe. Auch in Österreich war die Lawinengefahr weiter groß. Tausende Wintersportler saßen auch dort in unzugänglichen Skisportorten fest.

Stichwort: Lawinenwarnstufen 1 bis 5

Die Lawinengefahr wird nach der fünfstufigen europäischen Lawinengefahrenskala beurteilt:

Stufe 1 - gering: Die Schneedecke ist stabil, allgemein sichere Verhältnisse.
Stufe 2 - mäßig: Die Schneedecke ist an einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt. Lawinenauslösung ist vor allem bei großer Zusatzbelastung etwa durch Skifahrergruppen oder Pistenfahrzeuge möglich.
Stufe 3 - erheblich: Eine Auslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung (Snowboarder, Schneeschuhgeher) vor allem an gefährdeten Steilhängen mit nur mäßig verfestigter Schneedecke möglich. Spontan (ohne menschliches Zutun) sind mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen zu erwarten.
Stufe 4 - groß: Eine Auslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an zahlreichen Steilhängen wahrscheinlich. Spontan können viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen abgehen.
Stufe 5 - sehr groß: Spontan sind viele große Lawinen auch in mäßig steilem Gelände zu erwarten.

 

idowa-Newsletter kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse:
 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading