"Schmuddelecke im Klimaschutz" Greenpeace-Studie: Verkauf von Verbrenner-Autos bis 2028 stoppen

Autoabgase tragen mit zum menschengemachten Klimawandel bei. "Greenpeace" fordert deshalb einschneidende Maßnahmen in Deutschland. (Symbolbild) Foto: Franziska Kraufmann/dpa

Wie lässt sich die Klimakrise in den Griff bekommen? Die Umweltschutz-Organisation "Greenpeace" hat darauf eine ebenso einfache wie drastische Antwort: Kein Verkauf von Verbrennungsmotoren mehr ab 2028 – und das ist noch nicht alles. 

Um die Pariser Klimaschutzziele in Europa zu erreichen, sollte der Verkauf von Diesel- und Benzinfahrzeugen einer Greenpeace-Studie zufolge bis zum Jahr 2028 gestoppt werden. Bis 2040 sollten zudem alle Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren von Europas Straßen verbannt werden, heißt es in der Studie, die die Umweltschutzorganisation am Montag veröffentlichte. Grund sei, dass die Treibhausgas-Emissionen in den meisten Wirtschaftssektoren zuletzt zurückgegangenen seien - die vom Verkehr verursachten Emissionen stagnierten dagegen. Sie lagen laut Greenpeace zuletzt 28 Prozent höher als im Jahr 1990.

Bahn soll zentrale Rolle spielen

Der Verkehr sei in Deutschland und Europa "die Schmuddelecke im Klimaschutz", sagte Greenpeace-Sprecher Benjamin Stephan. "Die Studie zeigt, dass wir viel schneller als bislang aus dem Verbrennungsmotor aussteigen und gleichzeitig die Zahl der Autos insgesamt deutlich senken müssen, damit der Verkehr auf Klimakurs kommt."

Die Umweltschutzorganisation schlägt vor, den ÖPNV und das Radwegenetz auszubauen, um Alternativen zum Auto zu schaffen. Auch die Bahn soll künftig eine zentrale Rolle spielen. Wirtschaftshilfen dürften nur in klimaschonende Produkte fließen. "Wer heute noch Verbrenner fördern will, ignoriert die Folgen der Klimakrise und die weltweite Dynamik der Autobranche", sagte Stephan. Die Autoindustrie habe nur dann eine Zukunft, wenn sie Klimaschutz als Herausforderung annehme und ihr Geschäftsmodell darauf einstelle, so der Sprecher.

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