Schmelzofen Down Under Gefühlt 69 Grad! So heiß sind die Australian Open

Abkühlung tut Not: ein Fan bei den Australian Open. Klicken Sie sich durch die Fotos aus dem "Heizofen" Melbourne. Foto: dpa

Die Tennis-Stars klagen über die enorme Hitze bei den Australian Open. Auch der Weltranglisten-Erste Rafael Nadal kritisiert, eine Französin wütet regelrecht. Wir zeigen Ihnen die Bilder zum Hitze-Spektakel aus Melbourne.

Melbourne - Jahr für Jahr dieselbe Kritik. Es ist heiß, extrem heiß in Melbourne. Die Tennis-Stars kritisieren die Bedingungen bei den Australian Open - und quälen sich von Runde zu Runde. Auch diesmal. Rafael Nadal zum Beispiel. Der Weltranglisten-Erste der ATP-Tour war froh über die Ansetzung seines Spiels gegen den Bosnier Damir Dzumhur.

Rafael Nadal: "Gefährlich für die Gesundheit"

"Das waren sehr, sehr harte Bedingungen gestern und heute. Für die Gesundheit kann das schon gefährlich werden", sagte der Spanier. Es sei nicht schön, Spieler derart auf dem Platz leiden zu sehen. "Wenn es so heiß ist, kannst du die Kontrolle über deinen Körper verlieren", meinte der Australian-Open-Champion von 2009.

Die Turnier-Organisatoren jedenfalls reagierten erleichtert auf den Temperatursturz im Lauf des Freitages. Nachdem sich am Donnerstag schon zahlreiche Profis über die extremen Bedingungen bei knapp 40 Grad Celsius beklagt hatten, schimpfte am Nachmittag die Französin Alizé Cornet wie wild über die aus ihrer Sicht irregulären Verhältnisse.

Französin Alize Cornet wettert gegen Organisatoren

Zwei Tage nach ihrem Sieg gegen die deutsche Nummer eins Julia Görges waren Cornet die Leiden und Strapazen schon früh in dem Drittrunden-Match gegen die Belgierin Elise Mertens anzusehen. 40,2 Grad dokumentierten die Turnier-Organisatoren als Tageshöchstwert. Vor den Wasserspendern auf der Anlage im Melbourne Park bildeten sich lange Schlangen. Die riesigen Ventilatoren, die nasskalte Luft ausströmen, entwickelten sich zur Zuschauer-Attraktion.

Auch Weltstar Roger Federer hat in Melbourne mit der Hitze zu kämpfen.

Auch Weltstar Roger Federer hat in Melbourne mit der Hitze zu kämpfen. (Foto: dpa)

Ab 40 Grad können die Spiele unterbrochen werden oder in den drei größten Arenen die Dächer zum Schutz vor der Hitze geschlossen werden. Doch weder am Donnerstag noch am Freitag wurde die sogenannte Extreme Heat Policy angewandt, da ein bestimmter Koeffizient, der auch die Luftfeuchtigkeit und die Windgeschwindigkeit beinhaltet, nicht erreicht wurde. "Ich wäre beinahe in Ohnmacht gefallen", sagte Cornet nach ihrer 5:7, 4:6-Niederlage gegen Mertens.

Australian Open als "Schmelzofen"

Von einem "Schmelzofen" schrieb die australische Zeitung Herald Sun, in der Bild-Zeitung war von "Horror-Hitze" die Rede, nachdem tags zuvor die gefühlte Temperatur beim Duell zwischen Novak Djokovic und Gael Monfils mit 69 Grad Celsius angegeben wurde. Mit einer zweiseitigen Erklärung reagierten die Veranstalter am Freitag und erläuterten, dass eine Unterbrechung aus ihrer Sicht (noch) nicht notwendig gewesen sei.

In den kommenden Tagen sollen die Temperaturen sinken. Das Unverständnis bleibt.

Klicken Sie sich oben durch die Fotostrecke zum "Schmelzofen" Australian Open.

 
 
 

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