Schauspielerin Anke Engelke mag ihr Leben ohne Smartphone

Schauspielerin Anke Engelke. Foto: Felix Hörhager/dpa/dpa

Ein Leben ohne Smartphone, geht das noch in unserer heutigen Zeit? Comedienne Anke Engelke hat das Gefühl, durch diese Geräte verhöhnt zu werden.

München - Schauspielerin Anke Engelke (56) hat der "Vogue" ihr Leben ohne Smartphone erläutert.

"Es gab für mich nie die Überlegung: Wie spare ich denn jetzt Zeit, wie kriege ich das schneller hin? Weil ich es immer toll fand, im Zug zu sitzen, irgendwo hinzufahren und meine Reise zu planen", sagte die Comedienne dem Magazin "Vogue" (März-Ausgabe/erscheint am 1.3.).

"Bis heute male ich mir gerne Karten und Pläne und notiere mir, wo ich aus und umsteigen muss und wie ich dann zu meinem Ziel komme." Sie empfinde das als Lustgewinn. "Das mit einem Apparat zu verhandeln, widerstrebt mir. Ich hätte den Eindruck, ich werde verhöhnt durch dieses Gerät! Als sei ich für mein Leben nicht verantwortlich, als sei ich überfordert." Das sei keine Kampfansage, "sondern ich weiß einfach, was für mich besser ist", sagte Engelke. "Ich möchte zum Beispiel lieber viel lesen."

Für ihre Fitness macht Engelke nach eigenen Worten ein bisschen Sport, aber nicht verbissen. "Ich gehe Laufen, aber ohne Eile, und mache Yoga, aber ohne Style. Und ich wünschte, ich würde mich mehr fürs Schwimmen interessieren, denn ich glaube, Schwimmen ist das Beste, das man für seinen Körper tun kann."

Das Geschäft mit Schönheitsidealen findet Engelke nicht gut. "Hochglanzmagazine und Werbung verkaufen Träume. Wer nicht supernaiv ist, weiß das." Einen Aspekt finde sie dabei ganz okay: "Wenn in der Öffentlichkeit Figuren zu erleben sind, die Träume verwirklicht, sich Ziele gesetzt und kreativ ausgelebt haben, dann finde ich das toll, dann soll das ruhig repräsentiert werden." Doch kontraproduktiv sei, dass zum Beispiel Werbung für Sportartikel meistens nur Menschen mit perfekten Modelkörpern zeige. "Werden dann überhaupt die angesprochen, die dringend Sport treiben müssten, um gesünder zu leben? Ich finde es bedauernswert, dass da so ein Druck, so ein Perfektionsanspruch aufgebaut wird."

© dpa-infocom, dpa:220226-99-294828/3

 
 
 

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