Sanierung verschlingt rund 400 Millionen Euro Dauerbaustelle auf der A92 schon ab 2017

Die Verkehrsader durch Niederbayern: Ab 2017 soll die Fahrbahn der A92 erneuert werden. Die jetzige Betonplattendecke ist dann wohl Geschichte. Die Autobahn soll eine Asphaltdecke erhalten. Foto: Leidorf

Dass es demnächst so weit sein wird, darauf hatten sich Pendler ja schon gefasst gemacht. Doch nun soll die A92 schon früher erneuert werden als zunächst geplant.

Der Bund hat die entsprechenden Mittel inzwischen in Aussicht gestellt, teilte das Staatsministerium des Inneren, für Bau und Verkehr auf Nachfrage mit. Ab 2017 soll mit dem ersten Bauabschnitt zwischen den Anschlussstellen Erding und Moosburg-Süd begonnen werden. Die Kosten für die komplette Erneuerung der insgesamt 75 Kilometer langen Strecke betragen nach ersten Schätzungen rund 400 Millionen Euro. Pendler müssen sich schon ab dem kommenden Jahr auf eine Dauerbaustelle einstellen.

Dass die A92 nun doch schon früher erneuert wird als zunächst geplant, ist grundsätzlich eine gute Nachricht. Die zwischen 30 bis 40 Jahre alte Fahrbahn weise bereits starke Substanzschäden auf, heißt es vonseiten des Innen- und Verkehrsministeriums. Die Hitzeschäden aus den vergangenen Sommern und deren Beseitigung haben der Autobahn zusätzlich zugesetzt: Indem man die Betondecke durch Dehnungsbänder entspannt und die Aufwölbungen anschließend abgefräst hat, wurde zwar die Gefahr von „Blow-ups“ behoben. Das jedoch hat bekanntermaßen die Lebensdauer der Betondecken erheblich verkürzt.

Hiobsbotschaft für Pendler

Eine Erneuerung wäre zwar in jedem Fall notwendig gewesen. „Aufgrund der Dringlichkeit durch die zusätzlich verkürzte Lebenszeit hat das Bundesverkehrsministerium mittlerweile die Gelder in Aussicht gestellt“, heißt es aus der Presseabteilung des Bayerischen Innen- und Verkehrsministeriums. Die Arbeiten sollen sogar trotz der parallel laufenden Sanierung der A3 beginnen. Auch dort wird die schadhafte Betonfahrbahn erneuert. Im Sommer noch hieß es, erst wenn die A3 2018 fertig ist, wolle man mit der A92 beginnen. Nun aber soll es doch schneller gehen. Auch personell werde bei der Autobahndirektion der Schwerpunkt darauf gelegt, so das Ministerium weiter. Zudem arbeite man mit externen Vermessungs- und Planungsbüros zusammen.

Für die Pendler bedeutet das allerdings, dass sie sich ab 2017 auf eine jahrelange Baustelle einstellen müssen. Das Ministerium in München rechnet derzeit mit „sechs bis sieben Jahren“. Das ist zwar etwas weniger als die zehn Jahre, die zunächst im Raum standen. Dennoch wird die Geduld der Pendler wohl auf eine harte Probe gestellt.

Derzeit sei eine sogenannte „4+0-Verkehrsführung“ für die Zeit der Erneuerung geplant. Dazu würden auf einer Richtungsfahrbahn vier Fahrstreifen für beide Fahrtrichtungen geführt, während die andere Richtungsfahrbahn erneuert wird. Dazu müsse die Fahrbahn verbreitert werden.

 
 

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