Das Pfingst-Open-Air in Salching ist zu Ende gegangen und was übrig bleibt ist jede Menge Müll. Ein Streifzug über die Wege im Campingplatz zeigt das Ausmaß. Überall liegen kaputte Zelte, Pavillons und Stühle, Plastikflaschen und Dosen, Klamotten, Isomatten sowie Sofas. Es wirkt so, als hätte am Wochenende ein Tornado über das Gelände gefegt und die Verwüstung angerichtet. Dem war nicht so. Schuld daran waren rund 8.000 Besucher.

"Insgesamt müssen wir am Ende zwischen 30 bis 40 Tonnen Restmüll beseitigen", bestätigt Pressesprecherin Katharina Kasipovic-Rauecker auf idowa-Nachfrage. Im Einzelnen bedeutet das, dass jeder Gast im Durchschnitt nahezu fünf Kilo Müll hinterlässt. "Manche fahren am Montag ohne ihr Hab und Gut nach Hause. Dementsprechend kümmern sie sich auch nicht um ihren Müll", informiert die Pressesprecherin. Damit das nicht alle Besucher so machen, schaffen die Organisatoren Anreize. Während des Festivals bieten sie Workshops zum Thema Müll an und die Aktion "Magic Monday". "Wer am Abreisetag einen vollen Müllsack abgibt, darf sich an einem Frühstücksbuffet bedienen."
 


Dennoch bleibt viel Müll liegen. Das weiß auch so mancher Anwohner und zieht am Montagvormittag mit einem Müllsack in der Hand durch den Campingplatz. Zutritt verschaffen sie sich über den Haupteingang, an dem niemand mehr kontrolliert, oder sie steigen über umgerissene Bauzäune. "Für Pfandsammler ist das fast schon ein Paradies", betont ein Salchinger. "Wenn Dosen und Flaschen sowieso immer mehr in den Matsch getreten werden, kann ich sie auch mitnehmen, abgeben und etwas für die Umwelt tun", verteidigt eine Sammlerin ihre Tätigkeit.

Vergleich: Nicht einmal im Landkreis Straubing-Bogen fällt so viel Müll an

Je nach Witterung entsteht unterschiedlich viel Müll. Wenn es durch den Regen schlammig wird, gehen mehr Zelte, Tische und Pavillons kaputt. 30 bis 40 Tonnen Restmüll ist eine hohe Zahl. Vor allem im Vergleich zum Landkreis. Bei der Aktion "Sauber macht lustig", die alle zwei Jahre stattfindet, haben Anwohner aus Straubing-Bogen im März in 38 Dörfern insgesamt 23,49 Tonnen Restmüll eingesammelt.

Nach dem Festival arbeiteten rund 700 Helfer zusammen, damit nach fünf bis sechs Tagen nichts mehr vom Chaos zu sehen ist. "Auf den Feldern wird Gras gesät, damit bis zum nächsten Jahr der Boden wieder in Ordnung ist", sagt Katharina Kasipovic-Rauecker. Die ersten Pläne für 2016 sollen bereits geschmiedet worden sein.

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