Rollenspiel-Hit aus Regensburg "Tibia"-Entwickler CipSoft wird heute 20

Das CipSoft-Team auf einem Archivbild von 2015 – damals natürlich noch ohne coronabedingten Mindestabstand. Heute wird das Unternehmen aus Regensburg 20 Jahre alt und feiert das Jubiläum virtuell zusammen. Foto: CipSoft GmbH, Collage: idowa

Am 8. Juni 2001 gründeten vier Freunde am Ende ihres Studiums in Regensburg die Spielefirma CipSoft. 20 Jahre später beschäftigt das Unternehmen fast 100 Mitarbeiter und macht 25 Millionen Euro Jahresumsatz. Diesen Erfolg verdankt CipSoft vor allem einem Spiel: "Tibia". 

"Tibia" ist ein Fantasy-Rollenspiel für den PC, das bereits 1997 erschienen ist. Das Spiel ist damit sogar noch älter als CipSoft selbst. Die Firmengründer Stephan Vogler, Ulrich Schlott, Stephan Payer und Guido Lübcke hatten bereits während ihres gemeinsamen Studiums in Regensburg mit der Entwicklung begonnen. Damals waren Videospiele noch eher etwas für Eingeweihte, der weltweite Siegeszug von sogenannten MMORPGs (Massively Multiplayer Online Role Playing Games) überhaupt nicht absehbar. Als die vier Entwickler mit ihrem Studium fertig waren, tummelten sich immerhin etwa 300 Spieler auf dem Server. "Dann hatten wir die Wahl: 'Was gscheits' machen, zum Beispiel bei Siemens anfangen, wie unsere Eltern das gerne gewollt hätten, oder mit unserem Spiel weiterzumachen", so Stephan Vogler im Interview mit idowa. Sie entschieden sich für das Spiel - und gründeten CipSoft. 

Rückblickend eine gute Entscheidung: Heute beschäftigt CipSoft fast 100 Mitarbeiter und konnte zuletzt einen Jahresumsatz von über 25 Millionen Euro erwirtschaften. Aus dem einstigen Hobbyprojekt "Tibia" ist eines der erfolgreichsten Spiele seiner Art geworden. Denn "Tibia" wird auch nach über 20 Jahren immer noch regelmäßig gespielt, mehr noch: Mittlerweile loggen sich jeden Tag über 100.000 Spieler ein. Logisch, dass dieser Erfolg zum 20. Geburstag des Unternehmens angemessen gefeiert wird: Anlässlich des Jubiläums bekommen alle Mitarbeiter ein mehrgängiges Menü nach Hause geliefert und feiern den ganzen Tag (coronabedingt virtuell) zusammen. 

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