Roding Zwei maßgeschneiderte Lederhosen gewinnen

Griff ans hochwertige Leder: Katharina Köppl macht sich ein Bild von den Rodinger Lederhosen von Ralf Heinrich. Foto: Heigl

Seit 25 Jahren besteht die Geschäftsstelle der Chamer Zeitung/Rodinger Kurier im ehemaligen Bürgermeisterhaus an der Regensburger Straße in Roding. Aus diesem Anlass werden Miss Lederhose und Mister Lederhose gekürt.

Zu gewinnen gibt es jeweils eine maßgeschneiderte Lederhose von Lederhosen Pfeilschifter in Roding im Wert von je 500 Euro.

Mitmachen kann man ab 16 Jahren. Bedingung: in der Region Roding wohnhaft sein und gerne mal in Tracht ausgehen. Einfach eine kurze Bewerbung mit Bild schicken und einen kurzen Steckbrief dazu, warum der/die Bewerber/in das Potenzial zur Miss Lederhose/Mister Lederhose hat.

Empfänger der Mail: marketing@straubinger-tagblatt.de. Einsendeschluss ist der 17. Juli 2019.

Nach dem Einsendeschluss startet das Voting. Die Preisübergabe erfolgt beim Fest Roding International am ersten Augustwochenende. Für die Gewinner geht es dann zu Ralf und Gisela Heinrich von Lederhosen Pfeilschifter. Der Familienbetrieb hat bereits über 70 Jahre Erfahrung in der Lederhosenschneiderei und bietet Mode für Herren und Damen an. Denn vor allem beim weiblichen Geschlecht erfreut sich die Lederhose in den letzten Jahren wieder an zunehmender Beliebtheit. Damit das Kleidungsstück perfekt sitzt, fertigt der Betrieb die Produkte nach Maß an.

Der erste Schritt ist die Auswahl des Leders. Dabei hat der Kunde die Wahl zwischen Hirsch-, Rind- und Wildleder in verschiedenen Farben. Am beliebtesten sei das Wildleder, berichtet Heinrich, die gängigste Farbe sei braun. Der zukünftige Träger muss sich außerdem entscheiden, welches Modell angefertigt werden soll. Dabei sind im Grunde alle Längen möglich. "Momentan werden die Hosen nicht mehr so kurz getragen wie noch vor ein paar Jahren", erzählt Ralf Heinrich. Zudem liegen derzeit Lederhosen ohne Träger im Trend. Der Kunde hat dann noch die Qual der Wahl, welche Stickereien er möchte. Die achtzehn verschiedenen Muster steuert die Stickerei in Plattling bei. Eine Hose aus rund 20 Einzelteilen Nachdem dann Maß genommen ist, wird die Hose in aufwendiger Kleinarbeit gefertigt. Dazu schneidet Heinrich zunächst die rund 20 Einzelteile aus dem Leder aus und lässt diese dann in der Stickerei verzieren. Auch wenn die Bestickung selbst mittlerweile computergesteuert erfolgt, müssen die Erhebungen innerhalb der Stickerei noch in Handarbeit eingearbeitet werden.

Zurück in Roding näht Gisela Heinrich dann die Hose zusammen, wofür sie etwa drei bis vier Stunden braucht. Für den Rodinger Familienbetrieb ist es wichtig, qualitativ hochwertige Produkte herzustellen. Deshalb wird ausschließlich Leder aus Gerbereien in Deutschland, Österreich oder der Schweiz verwendet. Die Knöpfe bestehen aus hochwertigem Hirschhorn und die Fäden, welche die Hose zusammenhalten aus reißfestem Polyester. Billigere Alternativen will er nicht verwenden, schließlich soll die Hose lange getragen werden können. Hochwertige Leder und Hirschhorn Die Qualität der Produkte scheint zu überzeugen, denn mittlerweile hat Lederhosen Pfeilschifter Kunden aus der ganzen Welt. Dementsprechend lang ist die Wartezeit auf eine neue Lederhose. In der Hochsaison beträgt diese bis zu sieben Wochen.

Ralf Heinrich empfiehlt deshalb, sich die Hose im Winter anfertigen zu lassen. Der Kunde wartet dann lediglich zwei bis drei Wochen auf sein maßgefertigtes Kleidungsstück. Die zukünftigen Miss und Mister Lederhose können sich also auf eine Hose freuen, mit der sie in den nächsten Jahren noch oft ausgehen können. Denn die Tracht gehört bei einem Volksfest einfach dazu.

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