Roding Ostergrüße

Ostergrüße mitten im Ersten Weltkrieg. Foto: Thomassek

Wer schickt heute noch handgeschriebene Ostergrüße? Es stellt sich zudem die Frage, wo es überhaupt noch Grußkarten für Ostern zu erstehen gibt? Im letzten Jahrhundert war das noch anders.

Vier Karten aus einer ganzen Reihe von Exemplaren haben wir ausgewählt. Gefunden haben wir sie im Antikladen Thomassek am Oberen Markt in Roding.

Das Mädchen mit Blumen im Haar, Osternest in der Hand und Palmkätzchen am Arm ist datiert auf März 1913. Diese Karte erreichte damals eine Mademoiselle Julchen Wimmer in Paris.

Die Grußkarte des Häschens mit Schiefertafel stellte der Postbote einer "Frieda" 1947 zu.

Die in der Frühlingsblumenwiese dösenden Hasen unter einem mit Lebkuchen behangenen Baum lassen sich eindeutig der Lebkuchenfabrik Schmidt in Nürnberg zuordnen. Sie sind Ostergruß und Werbung in einem. Denn auf der Rückseite heißt es im Kleingedruckten: "Auf Anforderung erhält jedermann gerne unverbindlich illustrierte Angebote der Firma E. Otto Schmidt, Lebkuchenfabrik und Honigversand Nürnberg".

Die Karte vom Mädchen mit dem Oster- oder auch Friedenslamm und einem Palmbuschen einerseits und bewaffneten Soldaten andererseits zeugt von der Diskrepanz der damaligen Zeit mitten im Ersten Weltkrieg, im April 1916.

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