In der Nacht zum 1. Mai werden bekanntlich bunt geschmückte Maibäume auf die Dächer gesteckt. Burschen bekunden somit ihre Sympathie und Zuneigung einer Dame gegenüber. Ein Maibaum steckte, wie uns zu Ohren kam, auch am Balkon im ersten Stock des Rodinger Rathauses.

Direkt vor dem Amtszimmer von Bürgermeister Franz Reichold. Christine Sturm aus dem Vorzimmer wehrt ab: Nein, sie glaube nicht, dass der Baum ihr gelte. "Ich hätte das aber erhofft", schmunzelt sie. Dass er der Bauabteilung ein Stockwerk höher gewidmet ist und der Verehrer nur nicht so hoch hinauf gelangte, bezweifelt Sabine Weixel, stellvertretende Stadtbaumeisterin, die gerade das Büro darunter betritt. Oder war es ein Dankeszeichen dafür, dass ein Bauantrag so schnell bewilligt worden war? - Im Zimmer direkt darunter, bei Kämmerer Josef Zwicknagl, würde so ein Baum durchaus auch Sinn machen. Denn dort werden schließlich Millionen von Euro verwaltet. Wie dem auch sei: Den Bürgermeister freute die Sympathie-Bekundung, die durchaus auch als Anerkennung seines Engagements zum Wohle der Stadt gedeutet werden kann.