Nach der Erhebung zur Stadt im Jahre 1952 ist Josef Brantl noch bis Ende 1963 Bürgermeister. Ein großes Ereignis während seiner Amtszeit, so schreibt Kreisheimatpfleger Josef Kilger, sei die Stationierung der Bundeswehr in Roding gewesen.

"Der Landtagsabgeordnete Franz Sackmann (der spätere Landrat) führte das entscheidende Gespräch mit Theodor Blank, dem Chef der gleichnamigen Dienststelle, der Vorgängerbehörde des späteren Bundesverteidigungsministeriums", ist in dem Beitrag von Josef Kilger zum 50-jährigen Jubiläum der Stadterhebung zu lesen. "Der Bürgermeister schrieb auf Anraten Franz Sackmanns seinen berühmten Brief (1954): Als Begründung für die Stationierung wird angeführt, dass genug Gelände für den Kasernenbau vorhanden sei, es gebe drei Cafés, 20 Gastwirtschaften (!), ein reizendes Bad (gemeint ist das Flussbad). Eine Stationierung würde die Wirtschaft beleben."

Kilger schreibt weiter: "Neben dem Bürgermeister und dem Landrat Dr. Josef Kiener (der 1956 als Zuschauer des Grasbahnrennens tödlich verunglückt) ist es besonders Franz Sackmann, der sich engagiert für die Bundeswehr einsetzt. Bereits 1957 kann der Grundstein für die Arnulfkaserne gelegt werden. Bundesverteidigungsminister Franz-Josef Strauß nimmt die Grundsteinlegung vor. 1959 rücken dann das Panzeraufklärungsbataillon 4, das Feldartilleriebataillon 115 und die mittlere Instandsetzungskompanie 4 in Roding ein."