Roding Auf der Suche nach der Marke, die mitreißt

Gut eingeführt bei diversen Anlässen: das "Roding mog di"-Herz. Foto: Heigl

20 Jahre lang hat die Stadt Roding ihr Leitbild vertieft, ihre Konturen geschärft, zwei Drittel umgesetzt und dazu viel Geld in die Hand genommen. Die Stadt hat in vielerlei Hinsicht profitiert und nicht umsonst wächst sie als eine der wenigen Städte seit Jahren.

Nun soll das Leitbild "Roding 2020" fortgeschrieben werden.

"Die Stadt Roding möchte zusammen mit der cima ein zukunftsweisendes und von der Stadtgesellschaft gelebtes Markenprofil für ihre Stadt erarbeiten. Im Rahmen einer Klausurtagung mit dem Rodinger Stadtrat wurde der Markenbildungsprozess bereits näher beleuchtet und eine hohe Beteiligung der zentralen städtischen Akteure, der Bürger sowie der Unternehmer der oberpfälzer Stadt beschlossen. Auch ein Marken-Check des bestehenden Markenauftritts Rodings wird durchgeführt werden. Der Markenbildungsprozess soll durch die Erarbeitung eines anwendungsorientierten Umsetzungsfahrplans inklusive Kommunikations- und Werbekonzept abgerundet werden." So schreibt die cima Beratung und Management GmbH auf ihrer Homepage.

Vorrangiges Ziel des neuerlichen Prozesses sei es, Roding als Marke zu etablieren, um in der Region und im überregionalen Umfeld noch bekannter für Bewohner, Besucher, Konsumenten und Fachkräfte zu werden. Die Ergebnisse des Prozesses sollen als Leitlinie für zukünftige Schritte der Standortentwicklung sowie des Stadt- und Standortmarketings dienen.

"Die Firma cima Beratung und Management GmbH ist erneut mit dieser Aufgabe betraut worden. Sie soll dabei behilflich sein, den Markenbildungsprozess voranzubringen", sagt Bürgermeister Franz Reichold in einem Gespräch mit der Presse. Dazu erfolgten Befragungen von Bürgern wie Unternehmen. Vieles, was die Fachleute ermittelt haben, sei bekannt. Es gehe letztlich darum, dass alle am gleichen Strang ziehen, das Ergebnis zum Allgemeingut machen.

Roding sei auch bisher schon sehr erfolgreich gewesen, Marken und Leitbilder zu entwickeln. Das bunte "R" ist ebenso ein Beleg dafür wie die Einführung des Rodinger Mog-di-Herzens.

Zielsetzung für die cima in der Fortsetzung des Leitbildes Roding 2020 war, das Rodinger Profil zu erarbeiten und einen Ansatz zur Positionierung zu erarbeiten als Grundlage für die Markenbildung der Stadt. Markenbildende Standortaspekte sollen im Alltag der Menschen erlebbar werden, mitreißend und glaubwürdig sein.

Der Kern der Marke Roding birgt die gute Lebensqualität, Veranstaltungen und Kultur. Zum Stichwort Lebensqualität wird geraten, die Familienfreundlichkeit stärker in den Fokus zu rücken und das Miteinander in den Vereinen aktiver nach außen darzustellen.

Zum Stichwort "Veranstaltungen und Kultur" rät die cima, markentreibende Top-Veranstaltungen zu optimieren, also Roding International, das Volksfest oder noch andere Feste. Weiterentwickelt werden sollte der Bereich Tagungen, unter anderem für Unternehmen.

Die "schöne Stadt am Wasser" gehört eindeutig zum Markenpotenzial. Cima rät, Roding als saubere, gepflegte, attraktive und sichere Stadt, mit ihrer Lage am Regen, stärker zu betonen. Als konkrete Maßnahmen werden genannt, ein Gestaltungs- und Beleuchtungskonzept für die Innenstadt zu erarbeiten, Eigentümer zu beraten und ein kommunales Förderprogramm zu initiieren. Ein Outdoor-Fitness-Park ist mit dem Kletterpark bereits begonnen. Weitere Stichworte: Flussfest, Flussfestival, Flussbad. Outdoor-Sommer-Kino, regelmäßiges Picknick in Kooperation mit den heimischen Bäckereien und Metzgereien.

Ein anderes Stichwort sind Erreichbarkeit und Anbindung. So ließe sich das Profil der Stadt schärfen im Hinblick auf eine Stadt der kurzen Wege, für Radler und Fußgänger, zugleich auto- und parkfreundliche Stadt. Bei den Maßnahmen wird beispielsweise die Aktion "Stadtradeln" angestoßen, und zwar in Zusammenarbeit mit Rodinger Unternehmen mit Auslobung eines Rodinger Radel-Preises.

Zum Bereich "Starke Wirtschaft und Arbeitsplatzangebot" formuliert die cima als Ziele, Roding als das wirtschaftliche Zentrum der Region und als besonders innovativen Wirtschaftsstandort weiter zu profilieren. Roding überzeuge mit Zukunftsperspektive und guten Verdienstmöglichkeiten. Dies ließe sich beispielsweise an den nächstgelegenen Universitäten darstellen.

Als "Markengefährder" ordnet die cima den Begriff " Attraktive Innenstadt und Einkaufsmöglichkeiten" ein. Die Reihe der Maßnahmen in diesem Segment reichen von der einzelbetrieblichen Qualifizierungsmaßnahme bis hin zur Informationskampagne zur Sortiments- und Markenkompetenz der ansässigen Unternehmen.

Am Ende ergeben sich zentrale Fragestellungen und Aufgaben: Wie setzen wir das Markenprofil konkret im Alltag um? Erstellung eines Werbe- und Kommunikationskonzeptes, Bewertung und Priorisierung bestehender Maßnahmen, Projekte, Aktivitäten in Anlehnung an das Markenprofil und letztlich Fragen nach Zuständigkeiten, Prioritäten, Fristen und Budget. Aktueller Sachstand ist, dass Stadt und Stadtrat mit allen Inhalten versorgt sind, das konkrete weitere Vorgehen aber noch nicht entschieden ist, so Johanna Sessler von cima.

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