Einsatz im Hamburg, in Bonn/Oberkassel beim Patenverein, der Auftritt beim Trachtenzug des Münchner Oktoberfest und natürlich der Drachenstich. Andreas Roder seufzt. "Des wäre normalerweise alles gewesen", sagt er am Freitag bei der Jahresversammlung des Spielmannszuges Grenzfähnlein in der Festhalle.

Stattdessen war es ein ruhiges Jahr: Die Auftritte spärlich, die Gesamtproben wenig und das gesellschaftliche Leben verlagerte sich in den Online-Bereich. Genau dreimal war der Zug 2020 im Einsatz: Beim kleinen Drachenstich-Programm, bei der Museumseröffnung und in Ränkam - die Einlösung für die schönste "Lange Nacht dahoam". Proben durfte der Zug nur von Juni bis Oktober. Lediglich der Kappenabend im Februar war noch möglich. Der interne Preisschafkopf fand dann schon online statt - wie so vieles. "Aber wir haben die Zeit trotzdem genutzt", betont der Vorsitzende. Der Verein schaffte neue Instrumente an, brachte seine Uniformen auf Vordermann oder übte Zuhause.