Rivertone-Festival Sonnenblumen von Joss Stone

Joss Stone verteilt die Sonnenblumen der Straubinger Stadtgärtnerei. Foto: Ulli Scharrer

Die britische Soulsängerin verzaubert am Samstagabend die Besucher des Rivertone-Festivals mit ihrer sympathischen Ausstrahlung, ihren witzigen Anekdoten und einem originellen Geschenk.

Am Ende ihres Auftritts verteilt Joss Stone Sonnenblumen an ihre Fans. Keine Blume passt wohl besser zur extrem positiven Ausstrahlung der Sängerin.

Barfuß und hochschwanger begeistert sie zwei Stunden lang das Rivertone-Publikum mit ihrer soulig-groovigen Musik.

Lesen Sie dazu auch die Rezension unseres Musikkritikers: Joss Stone: Natürliche Energie und Botschaften der Seele

Bereits wenige Minuten nach dem offiziellen Einlass füllt sich am Samstagabend das Festival-Gelände im Tiergarten. Mitarbeiter des Straubinger Tagblatts nehmen die Gäste in Empfang, die teilweise mit Decken und Regenjacken ausgestattet sind.

Nichts davon werden sie brauchen: Denn im extra aufgebauten Zelt tanzen sich später fast alle gut geschützt warm.

Standing Ovations für Jakob Manz Project

Festivalleiterin Karin Vuskovic begrüßt die zahlreichen Fans zu einem „fantastischen Abend“ und stellt die junge Vorband, das Jakob Manz Project, vor. Regen prasselt auf das Zeltdach, die Besucher wippen zur Musik – manche schließen die Augen und lassen die sanften Klänge auf sich wirken. Der 20-jährige Bandleader Jakob Manz bezeichnet Joss Stone als „einen Weltstar allererster Rangordnung“. Bei Karin Vuskovic bedankt er sich für die Chance, für Joss Stone eröffnen zu dürfen. Für seinen eigenen Auftritt bekommt er vom Rivertone-Publikum Standing Ovations.

Salt Lake City, Las Vegas, San Diego: Das sind die nächsten Stationen von Joss Stone in den kommenden Tagen, erzählt Festivalleiterin Karin Vuskovic.

Die Musiker der Künstlerin betreten die Bühne, im Rivertone-Zelt wird es still wie nie, die Besucher zücken ihre Smartphones, die Spannung ist spürbar. Die Bühne ist in violettes Licht getaucht, am Mikrofon hängt ein mit goldenen Pailletten besetzter Stoff. Dann betritt die Britin die Bühne.

Pudel Dusty Springfield und Marihuana-Therapie

„Es ist so schön, euch zu sehen“, ruft sie gut gelaunt dem Publikum zu. Alle jubeln. Schon nach wenigen Minuten stehen die ersten Besucher auf, stellen sich an den Rand des Zelts und tanzen mit – darunter Jakob Manz. Vor jedem ihrer Lieder erzählt Joss Stone die Geschichte dazu: von ihrem Pudel Dusty Springfield, den sie mit einer Marihuana-Therapie heilte, über die beste Freundin einer Frau bis zu all den Menschen, die im Gesundheitssystem arbeiten („Wir in England nennen sie Helden“).

Auf der Bühne nippt Joss Stone an einer Tasse Tee mit Ingwer, Zitrone und Honig und mischt sich dann unters Publikum und umarmt ihre Fans.

Lange vor ihrem Auftritt sagte sie im Interview mit unserer Zeitung, dass sie den Menschen mit ihrer Musik ein gutes Gefühl geben will. Das ist ihr mehr als gelungen. Als alle Besucher stehen und klatschend eine Zugabe einfordern, fragt sie: „Heißt das bei euch ‚Sugabe‘?“ Die bekommt das Publikum und zwar mit ihrem Hit „Right To Be Wrong“.

Joss Stone ruft ein deutsches „Dankeschön“ in die Menge und verteilt noch ein paar Sonnenblumen. Stadtgärtnerei und Bauhof hatten sich zuvor gerne bereit erklärt, die Sonnenblumen anzusäen, erzählt Karin Vuskovic.

Die Besucher von Rivertone kamen in diesem Jahr neben Straubing unter anderem aus München, Ingolstadt, Fürstenfeldbruck, Coburg, Salzburg, Landshut und Regensburg. Ein Ehepaar ist sogar aus Rotterdam angereist und hat dafür das auch an diesem Wochenende stattfindende niederländische North Sea Festival für Rivertone sausen lassen. Die beiden Joss Stone-Fans blieben das ganze Wochenende und übernachteten auf dem Campingplatz.

Joss Stone hat erst im April verkündet, wieder schwanger zu sein. Auf Instagram berichtete sie damals auch über eine Fehlgeburt, die sie kurz zuvor erlitten hatte. Mit ihrer kleinen Tochter Violet Melissa und Freund Cody DaLuz übernachtete sie in Straubing im Hotel Asam. Das Konzert bei Rivertone war ihr einziges in Bayern. Bis Ende August ist sie noch auf ihrer „Never Forget My Love“-Tour in den USA und Europa unterwegs, anschließende Termine hat sie wegen der anstehenden Geburt verschoben.

„Wahnsinn, dass die hier in Straubing war“, sagt ein Fan nach dem Konzert auf dem Weg zum Parkplatz.

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