Im Schadensfall kann ein Maibaum zu einer tückischen Angelegenheit werden. Darum müssen Bäume, die länger als ein Jahr stehen, auf ihre Standfestigkeit überprüft werden.

Noch vor der Corona-Pandemie wurde Anfang Mai 2019 der Zunftbaum am Herzog-Tassilo-Platz in Aiterhofen aufgestellt. "Weil der Baum sehr aufwendig gestaltet ist, stellen wir ihn nur alle fünf Jahre auf", sagt der Aiterhofener Bürgermeister Adalbert Hösl. Die anderen beiden vor zwei Jahren in den Ortsteilen Geltolfing und Niederharthausen aufgestellten Maibäume sind aus Sicherheitsgründen bereits vergangenes Jahr abgebaut und zersägt worden.

Die Standfestigkeit des Zunftbaumes, der fünf Jahre lang im Ortszentrum von Aiterhofen steht, wird regelmäßig geprüft. Diese Prüfungen sind zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, ergeben sich aber aus Gerichtsurteilen zu Schadensfällen durch umgestürzte Mai- oder Zunftbäume. Auch bei der Lagerung umgelegter Bäume gibt es einiges zu beachten.

Um ihren Baum kümmern sollten sich nicht nur Gemeinden und Städte, sondern auch Vereine. „Falls keine Vereinshaftpflichtversicherung abgeschlossen worden ist, kann das im Schadensfall für den Vereinsvorsitzenden sehr teuer werden, denn er haftet mit seinem Privatvermögen“, sagt Klaus Leuthner von der Versicherungskammer Bayern. Laut Leuthner hat es bereits 2020 viele Anfragen gegeben, was mit den bereits aufgestellten Maibäumen zu machen sei. „Einfach stehen lassen und warten, was passiert, geht nicht“, sagt Leuthner.