Regionalliga Bayern Bitterer Tag für Vilzing - Hankofen feiert "dreckigen Sieg"

Leer ausgegangen ist die DJK Vilzing um Kapitän Fabian Trettenbach (m.) im Heimspiel gegen Viktoria Aschaffenburg. Foto: Dirk Meier

Die DJK Vilzing hat es in der Regionalliga Bayern am Tag der Deutschen Einheit verpasst, Wiedergutmachung zu betreiben. Die SpVgg Hankofen-Hailing feiert einen "dreckigen" wie wichtigen Heimerfolg gegen Schlusslicht Heimstetten.

Mit Erfolgen gegen direkte Verfolger konnte sich das punktgleiche Spitzenduo der Regionalliga Bayern am 15. Spieltag weiter von der Konkurrenz absetzen. Die Würzburger Kickers gewannen ihr Heimspiel gegen Wacker Burghausen nach Anlaufschwierigkeiten und zwischenzeitlichem 0:1-Rückstand noch mit 3:1 und feierten damit ihren sechsten Sieg in Folge. Die SpVgg Unterhaching entschied ihr Nachbarschaftsduell bei Türkgücü München souverän mit 3:0 für sich. Da auch die zweite Mannschaft des 1. FC Nürnberg (1:2 gegen den FC Augsburg II) patzte, waren der TSV Aubstadt (2:0 gegen den FC Bayern München II) sowie der SV Viktoria Aschaffenburg (1:0 in Vilzing) die einzigen beiden Teams aus dem Verfolgerfeld, die am Feiertag einen Dreier landeten. Einen solchen verbuchten auch die SpVgg Hankofen-Hailing (1:0 gegen Heimstetten) und der FV Illertissen (3:0 in Pipinsried) im Kampf um den Klassenerhalt. Zu Punkteteilungen kam es indes in Rain/Lech (1:1 gegen Greuther Fürth II) sowie Ansbach (2:2 gegen Schweinfurt). Witterungsbedingt abgesagt wurde unterdessen die Partie zwischen Eichstätt und Buchbach.

SpVgg Hankofen-Hailing - SV Heimstetten 1:0 (1:0)

Treffender als Hankofens Spielertrainer Tobias Beck, der nach dem Spiel von einem „dreckigen Sieg“ sprach, kann man es kaum formulieren. In einer Partie, die vor allem in den zweiten 45 Minuten von Kampf und vielen Nickligkeiten geprägt war, setzte sich der Aufsteiger aus Niederbayern knapp mit 1:0 gegen das abermals personell arg dezimierte Schlusslicht aus Heimstetten durch und kletterte auf Tabellenplatz neun. Für den einzigen Treffer des Nachmittags sorgte der aufgerückte Linksverteidiger Timo Sokol bereits in der Anfangsviertelstunde. Nachdem sich Heimstetten durch eine Rote Karte gegen Mohamad Awata – nach einem groben Foulspiel gegen Hankofens Andreas Wagner – noch vor der Pause zusätzlich dezimierte, agierten die Hausherren über 60 Minuten in Überzahl. Die numerische Überlegenheit konnten die „Dorfbuam“ aber nur sehr selten ausnutzen, da sie die Kontergelegenheiten, die sich ihnen boten, teilweise sträflich liegen ließen. Wirklich zittern um den fünften Heimsieg der Saison mussten Kapitän Daniel Hofer und seine Teamkollegen allerdings nicht mehr, wie auch Beck nach dem Schlusspfiff anmerkte: „Wichtig war, dass wir wieder deutlich besser standen als am Freitag bei der bitteren Niederlage in Augsburg. Ich kann mich nur an einen wirklich gefährlichen Torschuss von Heimstetten erinnern.“

DJK Vilzing - Viktoria Aschaffenburg 0:1 (0:0)

Einen ganz bitteren Montagnachmittag erlebte die DJK Vilzing, die nach dem enttäuschenden 0:0-Unentschieden vom Freitag gegen Rain/Lech eigentlich auf Wiedergutmachung aus war. In einem höhepunktarmen Heimspiel gegen die Viktoria aus Aschaffenburg unterlagen die Schwarz-Gelben mit 0:1 und rutschten in der Tabelle auf den zehnten Rang ab. In den ersten 45 Minuten, in denen sich vor den beiden Toren sehr wenig abspielte, vergab Fabio Pirner die einzige nennenswerte Gelegenheit für die Oberpfälzer. Eine viertel Stunde nach der Pause erzielte dann Aschaffenburgs Nicolas Hebisch – mit tüchtiger Mithilfe von DJK-Keeper Max Putz, der bei einem Abschlag aus der Hand einen eigenen Mitspieler anschoss – den einzigen Treffer der Partie. Nicht einmal zwei Minuten später musste Putz nach einem Foulspiel außerhalb des Strafraums, das folgerichtig mit einer Roten Karte geahndet wurde, vorzeitig vom Feld. Die Gastgeber versuchten zwar in der Schlussphase trotz der numerischen Unterlegenheit, noch zum Ausgleich zu kommen, blieben in ihren Offensivbemühungen letztlich aber glücklos. Zu allem Überfluss schieden mit Mario Kufner sowie Thomas Stowasser im Laufe der Partie auch noch zwei DJK-Spieler verletzungsbedingt aus.

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