"Keinen Bock mehr auf Klatschen", das war eine der zentralen Botschaften Dienstagmittag vor dem Eingang des Uniklinikums Regensburg. Über 400 Beschäftigte folgten dem Streikaufruf der Gewerkschaft Verdi und legten für 24 Stunden die Arbeit nieder - für bessere Arbeitsbedingungen und eine deutliche Aufwertung der Pflegebeschäftigten.

Maren Meyer ist sauer. Am Dienstag steht sie auf einer Parkbank, mit Blick auf das Uniklinikum, wo sie als Fachkrankenschwester seit vielen Jahren tätig ist. Vor ihr stehen viele Kollegen mit Schildern und Transparenten sowie beschrifteten gelben Warnwesten von Verdi. Bundesweit hat die Gewerkschaft diese Woche zu Warnstreiks an den Krankenhäusern aufgerufen. Mehr Geld sei das eine, sagt Meyer. "Es geht aber um viel mehr." Der Beruf müsse insgesamt attraktiver und bessere Arbeitsbedingungen geschaffen werden. Nur dann könne die seit Jahren sich zuspitzende Situation verbessert werden.