Regensburger Seenotrettungsschiff Knapp 500 Menschen an Bord der "Sea-Eye 4" dürfen an Land

Die Sea-Eye 4 wird von deutschen Seenotrettern auf dem Mittelmeer betrieben. Foto: Maik Luedemann/Sea-Eye/AP/dpa/dpa

Die rund 500 Menschen, die das Regensburger Seenotrettungsschiff "Sea-Eye 4" Mitte Juni im Mittelmeer aus Seenot gerettet hatte, dürfen in Italien an Land gehen. Das teilte der Verein in einer Pressemitteilung mit.

Demnach hatten die 476 Geflüchteten eine Woche auf engstem Raum ausgeharrt, bevor am 22. Juni die Ausschiffung in der italienischen Hafenstadt Messina begann. Während der Wartezeit mussten nach Angaben von "Sea-Eye" 18 Menschen aus medizinischen Gründen von Bord evakuiert werden. Die Flüchtlinge waren mit seeuntauglichen Booten aus dem libyschen Bürgerkrieg geflohen. Viele von ihnen waren aber auch dort schon als Flüchtlinge aus Ländern wie Afghanistan, Äthiopien, Eritrea, Mali oder Syrien angekommen.

Auch dort gebe es langjährige bewaffnete Konflikte, sagte Gorden Isler, der Vorsitzendes des Vereins Sea-Eye e.V. "Derzeit gibt es aber nur für die Menschen sichere Fluchtwege in die EU, die aus der Ukraine fliehen. Menschen aller anderen Herkunftsländer müssen sich weiterhin für die Chance auf Sicherheit und ein Asylverfahren der Gefahr aussetzen, an den europäischen Grenzen zu sterben."

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