Regensburger Seenotretter Sea-Eye verkauft Rettungsschiff "Alan Kurdi"

Das Seenotrettungsschiff "Alan Kurdi" wird künftig nicht mehr von Sea-Eye betrieben. Die Organisation aus Regensburg musste es schweren Herzens verkaufen. Foto: Fabian Heinz/Sea-Eye/dpa

Die Seenotrettungsorganisation Sea-Eye aus Regensburg trennt sich schweren Herzens von ihrem Rettungsschiff "Alan Kurdi". Aus finanziellen Gründen sahen die Verantwortlichen keine Möglichkeit mehr, das Schiff selbst zu behalten. Das Schiff soll künftig von einer anderen Rettungsorganisation genutzt werden. 

Das teilte Sea-Eye am Montag mit. Die "Alan Kurdi", im Dezember 2018 erstmals im Einsatz, wird demnach für 400.000 Euro an die italienische Seenotrettungsorganisation ResQ verkauft. Dort wird sie unter dem Namen "ResQ People" weiter im Einsatz sein. Sea-Eye selbst wird künftig nur noch die "Sea-Eye 4" betreiben. 

„Für uns war es eine schwere, aber gleichermaßen vernunftgetriebene Entscheidung“, sagt Gorden Isler, Vorsitzender von Sea-Eye. Den Verkaufserlös benötigt die Organisation dringend für den Betrieb der "Sea-Eye 4". Zuletzt war die "Alan Kurdi" von den italienischen Behörden zweimal längere Zeit im Hafen festgesetzt worden. Das hatte Sea-Eye finanziell schwer belastet.

Insgesamt war die "Alan Kurdi" auf zwölf Missionen im Einsatz und rettete dabei 927 Menschenleben. Benannt ist das Schiff nach dem ertrunkenen syrischen Jungen Alan Kurdi, dessen Foto 2015 weltweit für Bestürzung sorgte. Gorden Isler ist froh, dass "dieses besondere Schiff" bei ResQ weiterhin im Einsatz bleibt und so einem guten Zweck dient. 

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