Regensburg Wolbergs-Prozess: Strittige Zitate

Joachim Wolbergs Foto: Armin Weigel/dpa

Im Regensburger Prozess um die Parteispendenaffäre sind am Donnerstagvormittag die Telefonate rund um ein Grundstück im Regensburger Stadtwesten vorgespielt worden.

Hauptsächlich drehte sich die Verhandlung dabei um zwei Sätze des angeklagten Bauträgers Volker Tretzels. In den Telefonaten spricht Tretzel einmal davon Oberbürgermeister Joachim Wolbergs unter die Arme greifen zu wollen. Bei einem anderen Gespräch sagt er: "Und dann kriegen sie die 200.000 Euro, die ihnen jetzt fehlen."

Streitpunkt zwischen Anklage und Verteidigung ist der inhaltliche Kontext, in dem die Zitate stehen. Die Verteidiger verweisen unter anderem darauf, dass die Passagen, die maßgeblich zur Untersuchungshaft und Anklage der Beschuldigten führten, aus dem Zusammenhang gerissen seien. Zudem habe es sich um bloße Überlegungen gehandelt. Das Geld sei schließlich nie geflossen. Die Staatsanwaltschaft sieht darin hingegen den Beweis einer Unrechtsvereinbarung. Wolbergs, Tretzel und zwei weitere Beschuldigte sind unter anderem deshalb wegen Vorteilsannahme beziehungsweise -gewährung angeklagt.

Die Verhandlung dauert an.

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